Chart des Tages — 22.09.2026

Crowdstrike Hol­dings Inc.

Sec­tor: Tech­no­lo­gy Soft­ware — Infra­struc­tu­re

Crowdstrike Hol­dings Inc. (CRWD)

CrowdStrike Hol­dings (CRWD) ver­dient sein Geld fast voll­stän­dig mit wie­der­keh­ren­den Soft­ware-Abon­ne­ments für Cyber­si­cher­heit. Das Unter­neh­men ver­kauft kei­ne klas­si­sche Anti­vi­ren-Soft­ware als Ein­mal­li­zenz, son­dern betreibt mit CrowdStrike Fal­con eine cloud­ba­sier­te Secu­ri­ty-Platt­form im SaaS-Modell.

Im zuletzt gemel­de­ten Quar­tal, dem Q2 des Geschäfts­jah­res 2027 bis 31. Juli 2026, erziel­te CrowdStrike 1,471 Mrd. USD Umsatz. Davon kamen 1,400 Mrd. USD bzw. rund 95,2 % aus Abon­ne­ments und nur 70,6 Mio. USD bzw. 4,8 % aus Pro­fes­sio­nal Ser­vices. Der Annu­al Recur­ring Reve­nue (ARR) lag bei 5,84 Mrd. USD, 25 % mehr als ein Jahr zuvor.

Was ver­kauft CrowdStrike kon­kret?

Das Zen­trum des Geschäfts ist die Fal­con-Platt­form. Auf ihr bie­tet CrowdStrike der­zeit 34 Cloud-Modu­le an, die ver­schie­de­ne Berei­che der IT-Sicher­heit abde­cken.

BereichWas CrowdStrike dort ver­kauft
End­point Secu­ri­tySchutz von PCs, Ser­vern und ande­ren End­ge­rä­ten vor Mal­wa­re, Ran­som­wa­re und Angrif­fen
EDR/XDRErken­nung ver­däch­ti­ger Akti­vi­tä­ten und Reak­ti­on auf Angrif­fe
Cloud Secu­ri­tySchutz von Cloud-Workloads, Con­tai­nern und Cloud-Infra­struk­tu­ren
Iden­ti­ty Secu­ri­tySchutz von Benut­zer­kon­ten, Zugangs­da­ten und Iden­ti­tä­ten
Next-Gen SIEMSamm­lung und Ana­ly­se gro­ßer Men­gen an Secu­ri­ty-Logs und Ereig­nis­da­ten
Thre­at Intel­li­genceInfor­ma­tio­nen über Angrei­fer, Angriffs­me­tho­den und aktu­el­le Bedro­hun­gen
Mana­ged Secu­ri­tyCrowdStrike über­nimmt Tei­le der Über­wa­chung und Reak­ti­on für den Kun­den
Data Pro­tec­tionSchutz sen­si­bler Unter­neh­mens­da­ten
AI Secu­ri­ty / Char­lot­te AIKI-gestütz­te Ana­ly­se und Auto­ma­ti­sie­rung von Secu­ri­ty-Auf­ga­ben

Tech­nisch ist ein wich­ti­ger Punkt, dass vie­le die­ser Funk­tio­nen über eine gemein­sa­me Platt­form und einen gemein­sa­men Sensor/Agenten lau­fen. Ein Kun­de kann des­halb mit weni­gen Modu­len begin­nen und spä­ter wei­te­re Funk­tio­nen hin­zu­kau­fen. CrowdStrike bezeich­net das als „land and expand“.

Wie wird abge­rech­net?

Es gibt nicht ein­fach einen ein­heit­li­chen Preis pro Nut­zer. Die Abrech­nung hängt vom jewei­li­gen Pro­dukt ab. CrowdStrike nennt unter ande­rem Prei­se pro End­point, Iden­ti­tät, Cloud-Sen­sor, Nut­zer, Gerät oder pro Giga­byte täg­lich ein­ge­le­se­ner Daten. Die Ver­trä­ge lau­fen typi­scher­wei­se über län­ge­re Zeit­räu­me und der Umsatz wird über die Ver­trags­dau­er ver­teilt ver­bucht.

Für gro­ße Unter­neh­mens­kun­den gibt es zudem Fal­con Flex. Dabei ver­pflich­tet sich ein Kun­de zu einem grö­ße­ren Gesamt­bud­get und kann die­ses anschlie­ßend fle­xi­bel auf ver­schie­de­ne CrowdStrike-Pro­duk­te ver­tei­len. Ende Juli 2026 ent­fie­len bereits 2,29 Mrd. USD ARR auf Kun­den mit Fal­con Flex, mehr als dop­pelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Die zwei­te, deut­lich klei­ne­re Ein­nah­me­quel­le

Etwa 5 % des Umsat­zes stam­men aus Pro­fes­sio­nal Ser­vices. Dazu gehö­ren unter ande­rem Inci­dent Respon­se nach Cyber­an­grif­fen, foren­si­sche Unter­su­chun­gen, Mal­wa­re-Ana­ly­se, Sicher­heits­be­ra­tung und Unter­stüt­zung bei der Imple­men­tie­rung der Fal­con-Platt­form. CrowdStrike betrach­tet die­ses Geschäft aus­drück­lich auch als Ver­triebs­ka­nal: Ein Unter­neh­men wird bei­spiels­wei­se gehackt, beauf­tragt CrowdStrike mit der Unter­su­chung und schließt danach ein lang­fris­ti­ges Fal­con-Abon­ne­ment ab.

War­um das Geschäfts­mo­dell für Anle­ger inter­es­sant ist

Der öko­no­mi­sche Kern lässt sich ver­ein­facht so dar­stel­len:

neu­er Kun­de → Fal­con instal­lie­ren → ers­tes Secu­ri­ty-Modul kau­fen → wei­te­re End­points hin­zu­fü­gen → wei­te­re Modu­le kau­fen → jähr­li­cher wie­der­keh­ren­der Umsatz steigt.

Dass die­ses Cross-Sel­ling tat­säch­lich eine wesent­li­che Rol­le spielt, sieht man an der Pro­dukt­durch­drin­gung: Zum 31. Juli 2026 nutz­ten 51 % der Abon­ne­ment­kun­den min­des­tens sechs Modu­le, 35 % min­des­tens sie­ben und 26 % min­des­tens acht Modu­le.

Das SaaS-Geschäft ist zudem mar­gen­stark. Im letz­ten Quar­tal lag die GAAP-Brut­to­mar­ge des Sub­scrip­ti­on-Geschäfts bei 78 %; auf Non-GAAP-Basis waren es 81 %.

Kurz gesagt: CrowdStrike ver­dient sein Geld nicht pri­mär mit ein­zel­nen Viren­scan­nern, son­dern indem Unter­neh­men immer grö­ße­re Tei­le ihrer Cyber­se­cu­ri­ty-Infra­struk­tur auf die Fal­con-Platt­form ver­la­gern und dafür lau­fen­de Abon­ne­ment­ge­büh­ren bezah­len. Je mehr Gerä­te, Iden­ti­tä­ten, Daten­men­gen und Secu­ri­ty-Modu­le ein Kun­de über CrowdStrike absi­chert, des­to mehr ver­dient CrowdStrike an die­sem Kun­den.

Wenn du CRWD als Aktie ana­ly­sierst, sind des­halb vor allem ARR-Wachs­tum, Net Reten­ti­on, Modul-Adop­ti­on, Sub­scrip­ti­on-Gross-Mar­gin und Free Cash­flow die ent­schei­den­den Kenn­zah­len – deut­lich mehr als bei­spiels­wei­se die rei­ne Zahl der Neu­kun­den.

Momen­tum-Aktie

Eine Momen­tum-Aktie ist eine Aktie, deren Kurs bereits einen star­ken Auf­wärts- oder Abwärts­trend zeigt und bei der Anle­ger dar­auf set­zen, dass sich die­ser Trend zunächst fort­setzt.

Momen­tum-Anle­ger rich­ten ihren Blick weni­ger auf die Fra­ge, ob eine Aktie güns­tig bewer­tet ist, son­dern vor allem dar­auf, wel­che Titel aktu­ell beson­ders stark stei­gen. Die Grund­idee dahin­ter ist ein­fach: Akti­en, die sich in der Ver­gan­gen­heit bes­ser als der Markt ent­wi­ckelt haben, kön­nen die­sen Trend eine gewis­se Zeit fort­set­zen. Des­halb ach­ten Momen­tum-Anle­ger auf Kurs­stär­ke, rela­ti­ve Per­for­mance, Han­dels­vo­lu­men und kla­re Auf­wärts­trends. Ent­schei­dend ist dabei nicht, eine Aktie mög­lichst früh zu ent­de­cken, son­dern in einen bereits bestehen­den Trend ein­zu­stei­gen. Gleich­zei­tig birgt die­se Stra­te­gie Risi­ken, denn star­ke Kurs­be­we­gun­gen kön­nen abrupt enden. Momen­tum-Inves­t­ing setzt daher auf Trends – und auf die Fähig­keit, recht­zei­tig zu erken­nen, wenn deren Stär­ke nach­lässt.

Die Schat­ten­sei­ten der Momen­tum-Stra­te­gie

Das Haupt­ri­si­ko sind soge­nann­te Momen­tum-Rever­sals: Sobald sich die Markt­stim­mung dreht, kön­nen zuvor beson­ders stark gestie­ge­ne Akti­en auch über­durch­schnitt­lich schnell fal­len.

Die Momen­tum-Stra­te­gie ver­spricht auf den ers­ten Blick einen ein­fa­chen Königs­weg an der Bör­se: Kau­fe, was steigt, ver­kau­fe, was fällt, und rei­te auf der Wel­le des Trends. Doch wer sich allein auf die­se Logik ver­lässt, unter­schätzt oft die Risi­ken, die sich hin­ter dem schein­bar simp­len Prin­zip ver­ber­gen.

Das größ­te Pro­blem ist die Anfäl­lig­keit für plötz­li­che Trend­um­keh­run­gen. Gera­de wenn sich Märk­te nach star­ken Ver­wer­fun­gen abrupt erho­len, kön­nen Momen­tum-Port­fo­li­os inner­halb weni­ger Wochen einen Groß­teil ihrer Gewin­ne wie­der ver­lie­ren – Phä­no­me­ne, die als “Momen­tum Cra­s­hes” bekannt sind. Hin­zu kommt, dass Momen­tum-Akti­en sich häu­fig in bestimm­ten Bran­chen kon­zen­trie­ren, was die Diver­si­fi­ka­ti­on schwächt und das Port­fo­lio anfäl­lig für sek­tor­spe­zi­fi­sche Schocks macht.

Auch die Markt­me­cha­nik selbst birgt Tücken: Weil zahl­rei­che Anle­ger und quan­ti­ta­ti­ve Fonds ähn­li­che Stra­te­gien ver­fol­gen, ent­steht ein soge­nann­tes Crow­ding-Risi­ko. Kippt die Stim­mung, zie­hen sich vie­le Akteu­re gleich­zei­tig zurück, was Ver­lus­te dra­ma­tisch beschleu­ni­gen kann. Wer zudem auf einen bereits lau­fen­den Trend auf­springt, läuft Gefahr, spät ein­zu­stei­gen – oft genau dann, wenn der Höhe­punkt bereits über­schrit­ten ist.

Nicht zu unter­schät­zen sind schließ­lich die psy­cho­lo­gi­schen Fal­len: Über­mä­ßi­ges Ver­trau­en in kurz­fris­ti­ge Kurs­be­we­gun­gen, die Schwie­rig­keit, recht­zei­tig aus­zu­stei­gen, und die Nei­gung, Über­trei­bun­gen und Bla­sen­bil­dung noch zu ver­stär­ken. Wer Momen­tum-Inves­t­ing betreibt, soll­te sich die­ser Risi­ken bewusst sein und mit kla­ren Regeln – etwa Stop-Loss-Mecha­nis­men, begrenz­ten Posi­ti­ons­grö­ßen und einer Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Anla­ge­fak­to­ren – gegen­steu­ern.

Infor­ma­ti­on

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Die hier dar­ge­stell­ten Charts die­nen ledig­lich der all­ge­mei­nen Infor­ma­ti­on und stel­len kei­ne Kauf- oder Ver­kaufs­emp­feh­lung dar.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater