Chart des Tages — 25.09.2026

PC Con­nec­tion Inc.

Sec­tor: Tech­no­lo­gy Elec­tro­nics & Com­pu­ter Dis­tri­bu­ti­on

PC Con­nec­tion Inc [NASD:CNXN]

*Log­arith­misch, 1Monat, All­zeit

Geschäfts­mo­dell

PC Con­nec­tion, Inc. (NASDAQ: CNXN, Mar­ken­auf­tritt über­wie­gend als Con­nec­tion) ist im Kern ein IT-Value-Added-Resel­ler und IT-Lösungs­an­bie­ter. Das Unter­neh­men ent­wi­ckelt also über­wie­gend kei­ne eige­nen Com­pu­ter oder Soft­ware­pro­duk­te, son­dern kauft Hard­ware, Soft­ware und IT-Lösun­gen von Her­stel­lern bzw. Dis­tri­bu­to­ren ein, ver­kauft die­se an Unter­neh­men und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen wei­ter und ergänzt sie um Bera­tung, Beschaf­fung, Imple­men­tie­rung und wei­te­re IT-Ser­vices.

Ver­ein­facht funk­tio­niert das Geschäfts­mo­dell so:

  1. IT-Pro­duk­te ein­kau­fen bzw. ver­mit­teln. Con­nec­tion arbei­tet mit mehr als 2.500 Lie­fe­ran­ten und Her­stel­lern zusam­men. Dazu gehö­ren unter ande­rem Apple, Cis­co, Dell, HP/HPE, Leno­vo und Micro­soft. Das Sor­ti­ment umfasst meh­re­re hun­dert­tau­send Pro­duk­te.
  2. Die­se Pro­duk­te an Geschäfts­kun­den und Behör­den ver­kau­fen. Dabei geht es bei­spiels­wei­se um Note­books, PCs, Ser­ver, Sto­rage, Netz­werk­kom­po­nen­ten, Moni­to­re, Zube­hör und Soft­ware.
  3. Mar­ge bzw. Pro­vi­si­on ver­die­nen. Bei klas­si­scher Hard­ware liegt der wirt­schaft­li­che Ertrag haupt­säch­lich in der Dif­fe­renz zwi­schen Ein­kaufs­preis und Ver­kaufs­preis. Bei bestimm­ten Soft­ware- und Agen­tur­ge­schäf­ten tritt Con­nec­tion eher als Ver­mitt­ler auf; sol­che Umsät­ze wer­den teil­wei­se nur net­to, also in Höhe der Mar­ge bzw. Gebühr, als Umsatz ver­bucht. Dadurch kann die aus­ge­wie­se­ne Brut­to­mar­ge bei sol­chen Geschäf­ten sehr hoch erschei­nen.
  4. Zusätz­li­che Dienst­leis­tun­gen ver­kau­fen. Con­nec­tion ver­sucht, nicht nur ein­zel­ne PCs zu ver­kau­fen, son­dern die gesam­te IT-Beschaf­fung und Tei­le des IT-Lebens­zy­klus eines Kun­den zu betreu­en – etwa Bera­tung, Kon­fi­gu­ra­ti­on, Deploy­ment, Infra­struk­tur, Cloud-/Soft­ware-Lösun­gen und tech­ni­sche Ser­vices. Das macht das Unter­neh­men eher zu einem IT-Beschaf­fungs­part­ner als zu einem rei­nen Com­pu­ter­händ­ler.

Womit macht CNXN kon­kret Umsatz?

Im Geschäfts­jahr 2025 erziel­te Con­nec­tion rund 2,87 Mrd. USD Net­to­um­satz. Die Umsatz­ver­tei­lung nach Pro­dukt­grup­pen zeigt sehr deut­lich, wo das Geld her­kommt:

Pro­dukt­be­reichAnteil am Umsatz 2025ca. Umsatz
Note­books / Mobi­li­ty35 %~993 Mio. USD
Desk­tops12 %~352 Mio. USD
Soft­ware11 %~321 Mio. USD
Zube­hör11 %~319 Mio. USD
Dis­plays / Audio9 %~250 Mio. USD
Ser­ver / Sto­rage8 %~220 Mio. USD
Netz­werk / Kom­mu­ni­ka­ti­on7 %~202 Mio. USD
Sons­ti­ge Hard­ware / Ser­vices7 %~215 Mio. USD

Damit ist CNXN wei­ter­hin stark hard­ware­las­tig. Allein Note­books und Desk­top-PCs mach­ten 2025 rund 47 % des aus­ge­wie­se­nen Umsat­zes aus.

Drei Kun­den­grup­pen

Con­nec­tion orga­ni­siert sein Geschäft in drei Seg­men­ten:

Enter­pri­se Solu­ti­ons rich­tet sich an gro­ße Unter­neh­mens­kun­den. Con­nec­tion möch­te hier mög­lichst zum zen­tra­len Beschaf­fungs­por­tal für die IT des Kun­den wer­den. 2025 betrug der Net­to­um­satz die­ses Seg­ments etwa 1,28 Mrd. USD bzw. 45 % des Kon­zern­um­sat­zes.

Busi­ness Solu­ti­ons bedient klei­ne und mit­tel­gro­ße Unter­neh­men. 2025 waren es rund 1,08 Mrd. USD bzw. 38 % des Kon­zern­um­sat­zes.

Public Sec­tor Solu­ti­ons ver­kauft an Bun­des­be­hör­den, Bun­des­staa­ten, Kom­mu­nen und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Die­ses Seg­ment erziel­te 2025 etwa 508 Mio. USD bzw. 18 % des Kon­zern­um­sat­zes.

Wo ent­steht eigent­lich der Gewinn?

Hier liegt der inter­es­san­te Teil des Geschäfts­mo­dells.

2025 erziel­te CNXN:

2,873 Mrd. USD Net­to­um­satz → 539 Mio. USD Brut­to­ge­winn → ca. 18,8 % Brut­to­mar­ge. Das ope­ra­ti­ve Ergeb­nis ent­sprach unge­fähr 3,5 % des Umsat­zes.

Das bedeu­tet: Bei einem Ver­kauf von bei­spiels­wei­se 1.000 USD Umsatz blei­ben nach den Pro­dukt­kos­ten im Durch­schnitt etwa

188 USD Brut­to­ge­winn

übrig. Davon müs­sen anschlie­ßend Ver­trieb, Mit­ar­bei­ter, IT-Sys­te­me, Logis­tik, Ver­wal­tung usw. bezahlt wer­den.

Das ist typisch für einen IT-Resel­ler: hohes Umsatz­vo­lu­men, aber rela­tiv gerin­ge ope­ra­ti­ve Mar­gen.

Aller­dings unter­schei­den sich die Seg­men­te erheb­lich. Im zwei­ten Quar­tal 2026 lag bei­spiels­wei­se die Brut­to­mar­ge bei:

  • Enter­pri­se Solu­ti­ons: 14,9 %
  • Busi­ness Solu­ti­ons: 23,0 %
  • Public Sec­tor Solu­ti­ons: 16,5 %
  • Gesamt: 18,4 %.

Das SMB-Geschäft ist also bei­spiels­wei­se deut­lich mar­gen­stär­ker als das Geschäft mit Groß­un­ter­neh­men.

War­um kauft ein Unter­neh­men über­haupt bei Con­nec­tion?

Ein gro­ßer Kon­zern könn­te theo­re­tisch sei­ne 5.000 Lap­tops direkt bei Leno­vo oder Dell kau­fen und Micro­soft-Lizen­zen direkt bei Micro­soft bezie­hen. Der Mehr­wert von Con­nec­tion liegt des­halb vor allem in der Aggre­ga­ti­on.

Ein Kun­de kann über Con­nec­tion bei­spiels­wei­se gleich­zei­tig Gerä­te von Leno­vo, Moni­to­re von Dell, Cis­co-Netz­werk­tech­nik, Micro­soft-Lizen­zen, Ser­ver von HPE und Zube­hör ver­schie­de­ner Her­stel­ler beschaf­fen. Con­nec­tion über­nimmt dabei Tei­le von Pro­dukt­aus­wahl, Preis­ver­hand­lung, Beschaf­fung, Kon­fi­gu­ra­ti­on, Logis­tik und Sup­port.

Für gro­ße Unter­neh­men bie­tet das Unter­neh­men außer­dem Beschaf­fungs­sys­te­me und kun­den­spe­zi­fi­sche Web­por­ta­le. Über Glo­bal­Ser­ve kann Con­nec­tion inter­na­tio­na­le Beschaf­fung über ein Netz­werk von Lie­fe­ran­ten in mehr als 150 Län­dern koor­di­nie­ren.

Das schafft eine gewis­se Kun­den­bin­dung: Sobald Con­nec­tion tief in den Beschaf­fungs­pro­zess eines Unter­neh­mens inte­griert ist, wäre ein Wech­sel des IT-Resel­lers mit zusätz­li­chem Auf­wand ver­bun­den.

Ein wich­ti­ger buch­hal­te­ri­scher Punkt: Umsatz ≠ tat­säch­li­ches Ver­kaufs­vo­lu­men

Bei CNXN soll­te man neben dem aus­ge­wie­se­nen Umsatz unbe­dingt die Kenn­zahl Gross Bil­lings betrach­ten.

2025 mel­de­te das Unter­neh­men:

Net­to­um­satz: 2,87 Mrd. USD
Gross Bil­lings: 4,13 Mrd. USD.

Der Unter­schied ent­steht unter ande­rem dadurch, dass bestimm­te Soft­ware- und Agen­tur­ge­schäf­te nur net­to als Umsatz erfasst wer­den.

Bei­spiel:

Ein Kun­de kauft Soft­ware für 100.000 USD über Con­nec­tion. Wenn Con­nec­tion wirt­schaft­lich nur Ver­mitt­ler ist und bei­spiels­wei­se 5.000 USD dar­an ver­dient, kann in der Gewinn-und-Ver­lust-Rech­nung unter Umstän­den nur ein Umsatz von 5.000 USD erschei­nen, obwohl der Kun­de Pro­duk­te im Wert von 100.000 USD über Con­nec­tion bezo­gen hat.

Des­halb zei­gen die 4,13 Mrd. USD Gross Bil­lings bes­ser, wel­ches tat­säch­li­che Geschäfts­vo­lu­men durch die Platt­form läuft.

Das Geschäfts­mo­dell in einem Satz

CNXN ist im Wesent­li­chen ein gro­ßer B2B-IT-Händ­ler und Sys­tem-/Lö­sungs­an­bie­ter, der Hard­ware, Soft­ware und IT-Ser­vices ver­schie­de­ner Her­stel­ler bün­delt und an Unter­neh­men sowie Behör­den wei­ter­ver­kauft und dabei an Han­dels­mar­gen, Her­stel­ler­ver­gü­tun­gen, Soft­ware-/Agen­tur­ge­büh­ren und IT-Dienst­leis­tun­gen ver­dient.

Inter­es­sant aus Inves­to­ren­sicht ist dabei die Ent­wick­lung vom rei­nen „Box Mover“ hin zu einem stär­ker software‑, ser­vice- und lösungs­ori­en­tier­ten Anbie­ter. Soft­ware und Ser­vices kön­nen wesent­lich attrak­ti­ve­re Mar­gen haben als der blo­ße Wei­ter­ver­kauf eines Lap­tops. Dass 2026 mehr Soft­ware­um­sät­ze net­to ver­bucht wur­den, trug bei­spiels­wei­se zur Ver­bes­se­rung der Kon­zern­brut­to­mar­ge bei.

Inves­to­ren­sicht

Ent­schei­dend sind vor allem Brut­to­mar­ge, ope­ra­ti­ver Gewinn, Cash­flow und Gross Bil­lings – nicht nur der Umsatz.

Für CNXN beson­ders wich­tig: Wie stark wächst der Anteil von Soft­ware, Ser­vices und mar­gen­stär­ke­ren Lösun­gen gegen­über ein­fa­chem Hard­ware-Resel­ling? Dazu kom­men Kun­den­bin­dung, Wett­be­werb mit CDW & Co. und eine soli­de Bilanz.

Kurz: Mar­gen­qua­li­tät und Cash­flow sind wich­ti­ger als rei­nes Umsatz­wachs­tum.

News zum Unter­neh­men

  • Q2 2026 sehr stark: Umsatz +12,4 %, Gross Bil­lings +14,0 %, Net­to­ge­winn +33,8 %, EPS 1,31 USD vs. 0,97 USD. Klar posi­tiv für die Aktie.
  • Q1 2026 eben­falls Gewinn­sprung: Net­to­ge­winn +27,8 %, aller­dings Public-Sec­tor-Umsatz −31 % – wich­ti­ger Gegen­wind.
  • Akti­en­rück­käu­fe aus­ge­wei­tet: Im Febru­ar wur­de das Buy­back-Pro­gramm um 50 Mio. USD auf ins­ge­samt 220 Mio. USD erhöht.
  • NASA-SEWP-VI-Ver­trag erhal­ten: Zugang zu einem wich­ti­gen US-Regie­rungs-Beschaf­fungs­pro­gramm; poten­zi­ell posi­tiv fürs Public-Sec­tor-Geschäft, finan­zi­el­ler Umfang aber noch nicht kon­kret bezif­fert.

Der der­zeit wich­tigs­te Punkt: die deut­li­che Beschleu­ni­gung von Umsatz und Gewinn in Q2 2026.


Momen­tum-Aktie

Eine Momen­tum-Aktie ist eine Aktie, deren Kurs bereits einen star­ken Auf­wärts- oder Abwärts­trend zeigt und bei der Anle­ger dar­auf set­zen, dass sich die­ser Trend zunächst fort­setzt.

Momen­tum-Anle­ger rich­ten ihren Blick weni­ger auf die Fra­ge, ob eine Aktie güns­tig bewer­tet ist, son­dern vor allem dar­auf, wel­che Titel aktu­ell beson­ders stark stei­gen. Die Grund­idee dahin­ter ist ein­fach: Akti­en, die sich in der Ver­gan­gen­heit bes­ser als der Markt ent­wi­ckelt haben, kön­nen die­sen Trend eine gewis­se Zeit fort­set­zen. Des­halb ach­ten Momen­tum-Anle­ger auf Kurs­stär­ke, rela­ti­ve Per­for­mance, Han­dels­vo­lu­men und kla­re Auf­wärts­trends. Ent­schei­dend ist dabei nicht, eine Aktie mög­lichst früh zu ent­de­cken, son­dern in einen bereits bestehen­den Trend ein­zu­stei­gen. Gleich­zei­tig birgt die­se Stra­te­gie Risi­ken, denn star­ke Kurs­be­we­gun­gen kön­nen abrupt enden. Momen­tum-Inves­t­ing setzt daher auf Trends – und auf die Fähig­keit, recht­zei­tig zu erken­nen, wenn deren Stär­ke nach­lässt.

Die Schat­ten­sei­ten der Momen­tum-Stra­te­gie

Das Haupt­ri­si­ko sind soge­nann­te Momen­tum-Rever­sals: Sobald sich die Markt­stim­mung dreht, kön­nen zuvor beson­ders stark gestie­ge­ne Akti­en auch über­durch­schnitt­lich schnell fal­len.

Die Momen­tum-Stra­te­gie ver­spricht auf den ers­ten Blick einen ein­fa­chen Königs­weg an der Bör­se: Kau­fe, was steigt, ver­kau­fe, was fällt, und rei­te auf der Wel­le des Trends. Doch wer sich allein auf die­se Logik ver­lässt, unter­schätzt oft die Risi­ken, die sich hin­ter dem schein­bar simp­len Prin­zip ver­ber­gen.

Das größ­te Pro­blem ist die Anfäl­lig­keit für plötz­li­che Trend­um­keh­run­gen. Gera­de wenn sich Märk­te nach star­ken Ver­wer­fun­gen abrupt erho­len, kön­nen Momen­tum-Port­fo­li­os inner­halb weni­ger Wochen einen Groß­teil ihrer Gewin­ne wie­der ver­lie­ren – Phä­no­me­ne, die als “Momen­tum Cra­s­hes” bekannt sind. Hin­zu kommt, dass Momen­tum-Akti­en sich häu­fig in bestimm­ten Bran­chen kon­zen­trie­ren, was die Diver­si­fi­ka­ti­on schwächt und das Port­fo­lio anfäl­lig für sek­tor­spe­zi­fi­sche Schocks macht.

Auch die Markt­me­cha­nik selbst birgt Tücken: Weil zahl­rei­che Anle­ger und quan­ti­ta­ti­ve Fonds ähn­li­che Stra­te­gien ver­fol­gen, ent­steht ein soge­nann­tes Crow­ding-Risi­ko. Kippt die Stim­mung, zie­hen sich vie­le Akteu­re gleich­zei­tig zurück, was Ver­lus­te dra­ma­tisch beschleu­ni­gen kann. Wer zudem auf einen bereits lau­fen­den Trend auf­springt, läuft Gefahr, spät ein­zu­stei­gen – oft genau dann, wenn der Höhe­punkt bereits über­schrit­ten ist.

Nicht zu unter­schät­zen sind schließ­lich die psy­cho­lo­gi­schen Fal­len: Über­mä­ßi­ges Ver­trau­en in kurz­fris­ti­ge Kurs­be­we­gun­gen, die Schwie­rig­keit, recht­zei­tig aus­zu­stei­gen, und die Nei­gung, Über­trei­bun­gen und Bla­sen­bil­dung noch zu ver­stär­ken. Wer Momen­tum-Inves­t­ing betreibt, soll­te sich die­ser Risi­ken bewusst sein und mit kla­ren Regeln – etwa Stop-Loss-Mecha­nis­men, begrenz­ten Posi­ti­ons­grö­ßen und einer Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Anla­ge­fak­to­ren – gegen­steu­ern.

Infor­ma­ti­on

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Die hier dar­ge­stell­ten Charts die­nen ledig­lich der all­ge­mei­nen Infor­ma­ti­on und stel­len kei­ne Kauf- oder Ver­kaufs­emp­feh­lung dar.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater