Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober 2026 verlangsamt, bleibt aber insgesamt expansiv. Die Erholung wird als fragil eingestuft.
Wichtige Kennzahlen (Einkaufsmanagerindizes — PMI):
- Gesamtindex (Privatwirtschaft): Sinkt auf 52,8 Punkte (von 53,8 im Vormonat). Dies liegt unter den Erwartungen der Ökonomen (prognostiziert waren 53,5 Punkte). Werte über 50 signalisieren Wachstum.
- Verarbeitendes Gewerbe (Industrie): Steigt leicht auf 54,2 Punkte (von 53,9). Dies übertraf die Prognose von 53,5 Punkten.
- Dienstleistungssektor: Geht zurück auf 51,7 Punkte (von 52,9). Auch hier wurde die Prognose von 52,5 Punkten nicht erreicht.
Ursachen und Einschätzung:
- Der Auftragseingang stieg im Beginn des vierten Quartals nur moderat an – mit der niedrigsten Rate seit drei Monaten.
- Im Dienstleistungssektor stagniert das Neugeschäft.
- Als Hauptgründe für die gedämpfte Nachfrage werden die hohe Inflation und allgemeine Unsicherheit genannt.
- Phil Smith, Ökonom bei S&P Global, betont, dass die Wirtschaftsleistung zwar weiter gestiegen ist, die Erholung in der größten Volkswirtschaft der Eurozone jedoch nach wie vor fragil bleibt.
Quelle: S&P Global Inc.