Deutsch­land: Nach­rich­ten des Tages (18.09.2026)

Die wich­tigs­ten The­men und Ereig­nis­se des Tages, geord­net nach The­men­be­rei­chen:

Eini­gung auf Sprit­preis-Ent­las­tun­gen: Tan­kra­batt und Preis­de­ckel

Nach lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen zwi­schen Bund und Län­dern steht ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket zur Ent­las­tung von Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rern fest. Ab Okto­ber soll ein befris­te­ter Tan­kra­batt grei­fen, der den Kraft­stoff durch eine Sen­kung der Ener­gie­steu­er (14 Cent pro Liter) sowie den dar­aus resul­tie­ren­den Mehr­wert­steu­er­ef­fekt um ins­ge­samt 17 Cent pro Liter ver­güns­ti­gen soll. Die Gesamt­kos­ten der Maß­nah­me belau­fen sich auf geschätz­te 2,5 Mil­li­ar­den Euro, die jeweils zur Hälf­te (1,25 Mil­li­ar­den Euro) vom Bund und den Län­dern getra­gen wer­den.

Für den Beginn des Jah­res 2027 ist zusätz­lich die Ein­füh­rung eines fle­xi­blen Sprit­preis­de­ckels vor­ge­se­hen. Der Staat legt dabei eine Ober­gren­ze fest, die sich dyna­misch aus den Roh­öl­prei­sen, Pro­duk­ti­ons- und Trans­port­kos­ten, einer Händ­ler­mar­ge sowie Steu­ern zusam­men­setzt. Ergän­zend sind für das kom­men­de Jahr geziel­te Direkt­aus­zah­lun­gen an ein­kom­mens­schwa­che Haus­hal­te im Gespräch. Die Wirt­schafts­wei­se Moni­ka Schnit­zer übte jedoch deut­li­che Kri­tik an den Plä­nen: Sie warnt davor, dass der Sprit­preis­de­ckel von Preis­wert-Tank­stel­len als Ziel­mar­ke ver­stan­den wer­den könn­te und dies unterm Strich sogar zu höhe­ren Prei­sen füh­ren könn­te.


Bun­des­wehr über­nimmt ers­ten F‑35-Tarn­kap­pen-Kampf­jet in den USA

Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us hat im US-Bun­des­staat Texas den ers­ten von ins­ge­samt 35 bestell­ten F‑35-Kampf­jets für die deut­sche Luft­waf­fe in Emp­fang genom­men. Das Rüs­tungs­pro­jekt wird aus dem 100-Mil­li­ar­den-Euro-Son­der­ver­mö­gen der Bun­des­wehr finan­ziert; die Gesamt­kos­ten lie­gen bei rund 10 Mil­li­ar­den Euro, was einem Stück­preis von etwa 200 Mil­lio­nen Dol­lar ent­spricht.

Die moderns­ten Tarn­kap­pen-Flug­zeu­ge der Welt sol­len ab 2027 auf dem Flie­ger­horst Büchel in der Eifel die in die Jah­re gekom­me­nen Tor­na­do-Jets erset­zen und die nuklea­re Teil­ha­be Deutsch­lands im Rah­men der NATO gewähr­leis­ten. Vor­erst ver­blei­ben die ers­ten acht aus­ge­lie­fer­ten Maschi­nen in den USA, um deut­sche Pilo­tin­nen und Pilo­ten aus­zu­bil­den. Das Groß­pro­jekt ist jedoch nicht frei von Pro­ble­men: Laut einem aktu­el­len Bericht des US-Rech­nungs­ho­fes lei­det die US-ame­ri­ka­ni­sche F‑35-Flot­te unter erheb­li­chen War­tungs­män­geln und Eng­päs­sen bei Ersatz­tei­len, wes­halb der­zeit ledig­lich 25 Pro­zent der dor­ti­gen Flug­zeu­ge voll ein­satz­be­reit sind.


Land­tags­wahl­kampf-End­spurt in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Ber­lin

Zwei Tage vor den rich­tungs­wei­sen­den Abstim­mun­gen am Sonn­tag schlos­sen die Par­tei­en in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Ber­lin ihren Wahl­kampf ab.

  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern: Hier zeich­net sich ein vola­ti­les Kopf-an-Kopf-Ren­nen ab. Die SPD von Minis­ter­prä­si­den­tin Manue­la Schwe­sig liegt in den letz­ten Umfra­gen mit 37 Pro­zent knapp einen Pro­zent­punkt vor der AfD mit ihrem Spit­zen­kan­di­da­ten Leif-Erik Holm. Der CDU unter Spit­zen­kan­di­dat Dani­el Peters droht ein his­to­ri­sches Tief von ledig­lich 6 bis 7 Pro­zent. Die Lin­ke mit Simo­ne Olden­burg kommt auf 9 bis 10 Pro­zent, wäh­rend Die Grü­nen mit Clau­dia Mül­ler sowie das BSW um den Ein­zug in den Land­tag zit­tern müs­sen.
  • Ber­lin: In der Bun­des­haupt­stadt kämp­fen Die Lin­ke und die CDU um die Füh­rung im Abge­ord­ne­ten­haus. Spit­zen­kan­di­da­tin Elif Eralp (Die Lin­ke) setzt auf eine strik­te Mie­ten­re­gu­lie­rung und die Ver­ge­sell­schaf­tung gro­ßer Immo­bi­li­en­kon­zer­ne. Der CDU-Spit­zen­kan­di­dat Ste­fan Evers posi­tio­niert sich wie­der­um als bür­ger­li­che Kraft der Mit­te. Der SPD mit ihrem Spit­zen­kan­di­da­ten Stef­fen Krach droht hin­ge­gen ein his­to­ri­scher Absturz; der Wahl­kampf der Sozi­al­de­mo­kra­ten wur­de zudem durch Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft gegen Krach wegen des Anfangs­ver­dachts der Vor­teils­an­nah­me belas­tet. Die Grü­nen tre­ten mit Spit­zen­kan­di­dat Wer­ner Graf an.

US-Poli­tik: Donald Trumps Grön­land-Ver­ein­ba­rung und Medi­en­ver­bo­te

US-Prä­si­dent Donald Trump hat über sein Online­netz­werk Truth Social ver­kün­det, eine Ver­ein­ba­rung mit Däne­mark getrof­fen zu haben, die den USA die dau­er­haf­te Kon­trol­le über die Sicher­heit der ark­ti­schen Insel Grön­land über­trag e. Laut Trump wird es geg­ne­ri­schen Staa­ten künf­tig unter­sagt, mili­tä­ri­sche Stütz­punk­te auf der Insel zu errich­ten. Däne­marks Minis­ter­prä­si­den­tin Met­te Fre­de­rik­sen und der grön­län­di­sche Regie­rungs­chef Jens-Fre­de­rik Niel­sen bestä­tig­ten die bevor­ste­hen­de Unter­zeich­nung eines Abkom­mens bei der UN-Gene­ral­ver­samm­lung, hoben jedoch her­vor, dass dabei die Sou­ve­rä­ni­tät des König­reichs sowie das Recht des grön­län­di­schen Vol­kes auf Selbst­be­stim­mung gewahrt blei­ben. Bereits Ende 2025 hat­te Trump den Gou­ver­neur von Loui­sia­na, Jeff Landry, zum US-Son­der­ge­sand­ten für Grön­land ernannt.

Zudem ver­schärft der US-Prä­si­dent sei­nen Kurs gegen kri­ti­sche Medi­en. Donald Trump ent­zog den renom­mier­ten Nach­rich­ten­netz­wer­ken CNN, MSNNOW (ehe­mals MSNBC) sowie dem Por­tal Poli­ti­co mit sofor­ti­ger Wir­kung den Zugang zum Wei­ßen Haus. Er begrün­de­te den Schritt mit angeb­li­cher Falsch­be­richt­erstat­tung und erfun­de­nen Vor­wür­fen. Poli­ti­co wies Trumps Anschul­di­gun­gen ent­schie­den zurück und beton­te, die Bericht­erstat­tung im Rah­men des Ers­ten Ver­fas­sungs­zu­sat­zes der USA fort­zu­set­zen.


Russ­land hält Duma-Wahl ohne ech­te Oppo­si­ti­on ab

In Russ­land läuft die ers­te drei­tä­gi­ge Duma-Wahl seit dem Beginn des Angriffs­krie­ges gegen die Ukrai­ne vor mehr als vier­rein­halb Jah­ren. Prä­si­dent Wla­di­mir Putin, der sei­ne Stim­me online abgab, rief die Bevöl­ke­rung auf, mit ihrer Wahl­ent­schei­dung den Kriegs­kurs und die Sol­da­ten an der Front zu unter­stüt­zen.

Unab­hän­gi­ge Beob­ach­ter und die EU kri­ti­sie­ren die Abstim­mung scharf: Eine Anti­kriegs-Oppo­si­ti­on wur­de gar nicht erst zuge­las­sen; alle zehn ange­tre­te­nen Par­tei­en stüt­zen die Poli­tik des Kremls. Völ­ker­rechts­wid­rig lässt Mos­kau auch die Bewoh­ner der besetz­ten Gebie­te in der Ukrai­ne abstim­men. Ein Sieg der Kreml-Par­tei Geein­tes Russ­land gilt als voll­kom­men sicher.


Wirt­schaft und Bör­se: DAX-Ver­lus­te am Ver­falls­tag und BDI-Pro­gno­se

  • Akti­en­markt: Der deut­sche Leit­in­dex DAX been­de­te die Woche mit einem Minus von 1,6 Pro­zent bei 25.304 Punk­ten. Neben der unsi­che­ren Lage im Nahen Osten und beschleu­nig­ten Erzeu­ger­prei­sen sorg­te vor allem der gro­ße Ver­falls­tag („Hexen­sab­bat“) an den Ter­min­bör­sen für deut­li­che Kurs­aus­schlä­ge. Zu den größ­ten Ver­lie­rern zähl­te Volks­wa­gen mit einem Kurs­ab­schlag von zeit­wei­se sie­ben Pro­zent, ver­ur­sacht durch Markt­schwä­che in Chi­na, Kos­ten für den Kon­zern­um­bau und eine Mil­li­ar­den­ab­schrei­bung auf Por­sche.
  • Noten­ban­ken: Die Bank of Japan hob ihren Leit­zins um 0,25 Pro­zent­punk­te auf 1,25 Pro­zent an – den höchs­ten Stand seit 1995.
  • Indus­trie­pro­gno­se: Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie (BDI) kor­ri­gier­te sei­ne Wachs­tums­pro­gno­se für die deut­sche Wirt­schaft leicht nach oben und rech­net nun mit einem Plus von 1,0 Pro­zent. Haupt­trei­ber hier­für sind vor allem staat­li­che Groß­auf­trä­ge im Ver­tei­di­gungs- und Infra­struk­tur­sek­tor.

Wis­sen­schaft: Kör­ber-Preis für Zell­bio­lo­gin Sarah Wick­ström

Die fin­ni­sche Ärz­tin und Zell­bio­lo­gin Sarah Wick­ström wur­de in Ham­burg mit dem renom­mier­ten Kör­ber-Preis für euro­päi­sche Wis­sen­schaft aus­ge­zeich­net, der mit 1 Mil­li­on Euro dotiert ist. Wick­ström, die am Max-Planck-Insti­tut in Müns­ter forscht, ent­deck­te grund­le­gen­de Mecha­nis­men dazu, wie Zel­len auf mecha­ni­schen Druck von außen reagie­ren und dabei ihr Erb­gut umpro­gram­mie­ren. Die­se Pio­nier­ar­beit lie­fert ent­schei­den­de Ansatz­punk­te für das Ver­ständ­nis von Gewe­be­ver­än­de­run­gen und die künf­ti­ge Bekämp­fung von Tumo­ren in der Krebs­for­schung.


Wei­te­re natio­na­le und inter­na­tio­na­le Mel­dun­gen

  • Geden­ken in Mann­heim: Am Mann­hei­mer Haupt­bahn­hof wur­de eine Gedenk­ta­fel für den bei einer Fahr­schein­kon­trol­le getö­te­ten Zug­be­glei­ter Ser­kan Cal­la ent­hüllt; an der Zere­mo­nie nah­men unter ande­rem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Patrick Bil­ger und die Füh­rung der Deut­schen Bahn teil.
  • Brand­an­schlag in Wup­per­tal: Nach einem anti­se­mi­ti­schen Brand­an­schlag auf das Café einer Syn­ago­ge in Wup­per­tal wur­de Haft­be­fehl gegen einen Tat­ver­däch­ti­gen afgha­ni­scher Staats­bür­ger­schaft erlas­sen.
  • Flücht­lings­kri­se im Jemen: Wegen erneu­ter Kämp­fe zwi­schen Hut­hi-Mili­zen und Regie­rungs­trup­pen befin­den sich laut UN-Anga­ben wei­te­re 112.000 Men­schen im Jemen auf der Flucht.
  • Fuß­ball: Die Frau­en-Bun­des­li­ga trennt sich vom DFB und orga­ni­siert sich ab der kom­men­den Sai­son eigen­stän­dig über den Liga­ver­band FBL. In der Euro­pa League muss­te die TSG Hof­fen­heim eine über­ra­schen­de 0:2‑Auftaktniederlage gegen OFI Kre­ta hin­neh­men.
  • Kli­ma­wan­del: Gla­zio­lo­gen mel­den einen alar­mie­ren­den Eis­ver­lust am Schwei­zer Aletsch­glet­scher, wo inner­halb von nur drei Mona­ten sechs Meter Eis­stär­ke abge­schmol­zen sind.

Ein­satz­be­reit­schaft und Män­gel der US-ame­ri­ka­ni­schen F‑35-Flot­te

Ein zen­tra­ler Streit- und Sor­ge­punkt beim Kauf des F‑35-Tarn­kap­pen­jets sind die gra­vie­ren­den War­tungs­pro­ble­me, die der­zeit bei den Streit­kräf­ten der USA doku­men­tiert sind. Ein Bericht des US-Rech­nungs­ho­fes legt offen, dass die glo­ba­le F‑35-Flot­te mit erheb­li­chen logis­ti­schen und tech­ni­schen Eng­päs­sen kämpft:

  • Dra­ma­tisch nied­ri­ge Ein­satz­be­reit­schaft: Laut dem Bericht des US-Rech­nungs­ho­fes ist die F‑35-Flot­te der USA der­zeit nur zu 25 Pro­zent voll ein­satz­be­reit. Im Klar­text bedeu­tet dies, dass drei Vier­tel (75 Pro­zent) der Maschi­nen aktu­ell nicht kampf­be­reit sind.
  • Ursa­chen der War­tungs­män­gel:
    • Ersatz­teil­man­gel: Es bestehen erheb­li­che Eng­päs­se und Ver­zö­ge­run­gen bei der Wie­der­be­schaf­fung von Ersatz­tei­len.
    • Kor­ro­si­ons­pro­ble­me: An den Flug­zeu­gen wur­de das Auf­tre­ten erheb­li­cher Kor­ro­si­on fest­ge­stellt.
    • Über­las­tung der Pro­duk­ti­on: Das enor­me Pro­duk­ti­ons­wachs­tum beim Her­stel­ler Lock­heed Mar­tin hat zu schwe­ren Ver­zö­ge­run­gen im gesam­ten War­tungs- und Instand­hal­tungs­sys­tem geführt.

Beden­ken bezüg­lich tech­no­lo­gi­scher Abhän­gig­keit und Daten­frei­ga­be

Da die F‑35 nicht nur ein Kampf­flug­zeug, son­dern ein hoch­kom­ple­xes, flie­gen­des Kom­man­do­zen­trum und „Daten­mut­ter­schiff“ der fünf­ten Gene­ra­ti­on ist, spielt die Soft­ware- und Instand­hal­tungs­ar­chi­tek­tur eine ent­schei­den­de Rol­le:

  • Fra­ge der Daten­ho­heit: In Fach­krei­sen und Poli­tik wird bezwei­felt, ob die US-ame­ri­ka­ni­sche Sei­te sen­si­ble Sys­tem­da­ten und geis­ti­ges Eigen­tum (Intellec­tu­al Pro­per­ty) voll­um­fäng­lich mit euro­päi­schen Part­nern tei­len wird. Es besteht das Risi­ko einer tech­no­lo­gi­schen Abhän­gig­keit, bei der Nut­zer­staa­ten erpress­bar wer­den könn­ten, soll­te die War­tungs­soft­ware oder der Daten­aus­tausch ein­ge­schränkt wer­den.
  • Posi­ti­on des Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums: Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us wie­gelt die­se Sor­gen teil­wei­se ab und betont, dass kein füh­ren­des Rüs­tungs­un­ter­neh­men sein Know-how bedin­gungs­los offen­legt. Ent­schei­dend sei­en ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen über Lizenz­pro­duk­tio­nen, War­tung und Instand­set­zung.

Rol­le Deutsch­lands und der euro­päi­sche War­tungs­be­darf

Um den Eng­päs­sen bei der US-ame­ri­ka­ni­schen Instand­hal­tung ent­ge­gen­zu­wir­ken und eige­ne Kapa­zi­tä­ten auf­zu­bau­en, set­zen Deutsch­land und die NATO auf eine euro­päi­sche Lösung:

  • Gro­ße Flot­te in Euro­pa: In den kom­men­den Jah­ren wer­den schät­zungs­wei­se 700 F‑35-Kampf­jets in Euro­pa bei ver­schie­de­nen NATO-Part­nern im Ein­satz sein.
  • Not­wen­dig­keit euro­päi­scher War­tungs­stand­or­te: Eine Flot­te die­ser Grö­ßen­ord­nung kann logis­tisch und tech­nisch nicht allein von den USA aus unter­hal­ten und gewar­tet wer­den.
  • Deut­sches Ange­bot & Rüs­tungs­ab­kom­men: Deutsch­land bie­tet den USA gezielt Fach­kräf­te sowie Pro­duk­ti­ons- und War­tungs­ka­pa­zi­tä­ten an, um Lücken in den Lie­fer­ket­ten zu schlie­ßen. Ein neu­ge­schlos­se­nes Rüs­tungs­ab­kom­men soll ver­läss­li­che Ver­ein­ba­run­gen für gemein­sa­me Ent­wick­lun­gen, Instand­hal­tun­gen und Wie­der­auf­trä­ge für die euro­päi­sche Indus­trie sichern.

Ver­gleich mit dem Vor­gän­ger­mo­dell Tor­na­do

Die Dring­lich­keit bei der F‑35-Beschaf­fung erklärt sich auch aus dem Zustand der aktu­el­len deut­schen Flot­te:

  • Die seit rund 40 Jah­ren genutz­ten Tor­na­do-Jets der Luft­waf­fe lei­den selbst unter zuneh­men­den Pan­nen, tech­ni­schen Pro­ble­men und extre­mer Schwer­fäl­lig­keit bei der Ersatz­teil­be­schaf­fung.
  • Der Flie­ger­horst Büchel in der Eifel wird für 2 Mil­li­ar­den Euro umge­baut, um die Infra­struk­tur an die War­tungs- und Betriebs­be­din­gun­gen der F‑35 anzu­pas­sen.
  • Die ers­ten acht der 35 für Deutsch­land vor­ge­se­he­nen F‑35-Jets ver­blei­ben zunächst in den USA, damit deut­sche Pilo­tin­nen, Pilo­ten und Tech­ni­ker direkt vor Ort an den Maschi­nen aus­ge­bil­det wer­den kön­nen.

Wet­ter­über­sicht und Ent­wick­lung über das Wochen­en­de

1. Aktu­el­le Wet­ter­la­ge und Nacht­wer­te

Mil­de Luft­mas­sen strö­men von Wes­ten her nach Deutsch­land und sor­gen zum Wochen­en­de für einen vor­über­ge­hen­den Tem­pe­ra­tur­an­stieg. In den Näch­ten zeigt sich das Wet­ter regio­nal unter­schied­lich: Wäh­rend im Nord­wes­ten kom­pak­te Wol­ken­fel­der mit leich­tem Regen durch­zie­hen und die Wer­te bei mil­de­ren 14 °C hal­ten, kühlt es an den Alpen bei Auf­k­la­rung bis auf 6 °C ab. Wo die Wol­ken­de­cke in der Nacht kom­plett auf­reißt, geht die Tem­pe­ra­tur noch deut­li­cher zurück; so wird es lokal regel­recht frisch mit Tiefst­wer­ten von bis zu 5 °C, wie etwa im Vogt­land.

2. Wet­ter am Sams­tag: Früh­herbst im Nor­den, Spät­som­mer im Süden

Der Sams­tag prä­sen­tiert eine deut­li­che Zwei­tei­lung des Wet­ters über Deutsch­land:

  • Nord- und Nord­west­deutsch­land: Hier domi­nie­ren dicht bewölk­te Abschnit­te. Beson­ders Rich­tung Schles­wig-Hol­stein muss wie­der­holt mit Regen gerech­net wer­den. Beglei­tet wird das bewölk­te Wet­ter von einem kräf­ti­gen, in Böen teils stür­mi­schen Wind aus süd­west­li­cher Rich­tung. Die Tem­pe­ra­tu­ren bewe­gen sich in einem eher früh­herbst­li­chen Rah­men zwi­schen 18 °C und 22 °C, wobei an den Küs­ten im Nor­den meist bei rund 19 °C das Maxi­mum erreicht wird.
  • Süd- und Süd­west­deutsch­land: Ein völ­lig kon­trä­res Bild zeigt sich im Süden. Unter lan­gem Son­nen­schein und bei nur sehr gerin­ger Bewöl­kung klet­tern die Tem­pe­ra­tu­ren im Süd­wes­ten auf spät­som­mer­li­che Höchst­wer­te von 26 °C bis 27 °C.

3. Wet­ter­ent­wick­lung am Sonn­tag und Wochen­start am Mon­tag

  • Sonn­tag: Ein Tief­aus­läu­fer legt sich im Tages­ver­lauf quer über Deutsch­land und lei­tet einen Wet­ter­wech­sel ein. Im Nor­den und in der Mit­te bringt die Wet­ter­front Regen­schau­er und auf­fri­schen­den Wind, der stel­len­wei­se Sturm­stär­ke und ein­zel­ne Gewit­ter errei­chen kann. Trotz der Tur­bu­len­zen stei­gen die Wer­te im Nor­den im Vor­feld der Kalt­front noch ein­mal auf bis zu 27 °C an. Im Süd­wes­ten zeigt sich der Tief­aus­läu­fer kaum wirk­sam: Hier setzt sich das spät­som­mer­li­che Wet­ter mit Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 29 °C fort. Von Nord­wes­ten her sickert jedoch im Ver­lauf des Tages schritt­wei­se spür­bar küh­le­re Luft ein.
  • Mon­tag: Zu Beginn der neu­en Woche setzt sich von Wes­ten her all­mäh­lich Hoch­druck­ein­fluss durch. Die Nie­der­schlä­ge klin­gen ab und das Wet­ter wird von Wes­ten her zuneh­mend tro­cke­ner. Letz­te Regen­schau­er kon­zen­trie­ren sich auf den Osten Deutsch­lands. Das Tem­pe­ra­tur­ni­veau stellt sich ins­ge­samt mode­ra­ter und gemä­ßig­ter ein.

Alar­mie­ren­der Eis­ver­lust am Aletsch­glet­scher

Abseits der Tages­pro­gno­sen berich­ten Gla­zio­lo­gen über dras­ti­sche kli­ma­ti­sche Ent­wick­lun­gen in den Alpen. Am Schwei­zer Aletsch­glet­scher wur­de inner­halb von nur drei Mona­ten ein mas­si­ver Ver­lust von sechs Metern Eis­stär­ke regis­triert. Der Gla­zio­lo­ge Mat­thi­as Huss ver­deut­lich­te die­sen unwie­der­bring­li­chen Eis­rück­gang vor Ort und warn­te vor den fort­schrei­ten­den Fol­gen der Erwär­mung für die alpi­nen Glet­scher­wel­ten.


Wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen von Hit­ze­wel­len

Auch in den Markt­be­rich­ten hin­ter­las­sen extre­me Wet­ter­la­gen ihre Spu­ren: Ana­lys­ten und Chef­volks­wir­te wei­sen dar­auf hin, dass neben geo­po­li­ti­schen Kon­flik­ten auch ver­gan­ge­ne som­mer­li­che Hit­ze­wel­len zu spür­ba­ren Kos­ten­stei­ge­run­gen auf den vor­ge­la­ger­ten Wirt­schafts­stu­fen geführt haben, was den Infla­ti­ons­druck bei den Erzeu­ger- und Ver­brau­cher­prei­sen wei­ter ver­stärkt.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater