Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX
Handelsplatz: Deutsche Börse (Xetra)
Datum: 18.09.2026
Vortag: 25716.71
Erster: 25596.46
Höchst: 25656.22 (09:13:57)
Tiefst: 25285.90 (17:22:03)
Letzter: 25304.06
Veränderung: ‑412.65
Veränderung(%): ‑1.60
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 18.09.26 | 25.304,06 PTS | -1,60 % | 160.081.988 |
| 17.09.26 | 25.716,71 PTS | +0,70 % | 48.136.421 |
| 16.09.26 | 25.537,75 PTS | +0,53 % | 45.524.641 |
| 15.09.26 | 25.402,28 PTS | -0,15 % | 47.151.448 |
| 14.09.26 | 25.440,81 PTS | -0,50 % | 54.151.835 |
Zinsdruck trifft DAX-Schwergewichte – Verfall verstärkt den Abverkauf
- Treiber: Entscheidend war weniger der große Verfall allein als eine erneute Neubewertung des Zins- und Inflationsrisikos. Deutschlands Erzeugerpreise stiegen im August um 4,6 Prozent zum Vorjahr und damit stärker als die von Reuters ermittelten 4,1 Prozent. Gleichzeitig zog die zehnjährige Bund-Rendite um 2,7 Basispunkte auf 3,517 Prozent an. Der weiter über 100 Dollar liegende Ölpreis hielt das Inflationsrisiko präsent.
- Bestätigung und Widerspruch: Die DAX-Schwäche war mit 38 Verlierern unter 40 Titeln außergewöhnlich breit, wurde aber durch die besonders schwachen Schwergewichte aus Auto, Telekom und Software verschärft. MDAX, SDAX und TecDAX verloren weniger stark; im TecDAX war die Marktbreite nahezu ausgeglichen. Noch deutlicher widerspricht der VDAX-New: −9,73 Prozent auf 17,12 Punkte einem klassischen Risiko- oder Paniktag.
- Nächster Handelstag: Für Montag entscheidet, ob die Bund-Rendite weiter in Richtung des Wochenhochs um 3,57 Prozent steigt und Brent oberhalb von 100 Dollar fest bleibt. Technisch muss der DAX zunächst die Zone 25.286/25.173 Punkte verteidigen; auf der Oberseite liegt bei 25.717 Punkten die erste relevante Rückeroberungsmarke.
Marktüberblick
| Markt | Stand zum Redaktionsschluss | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 25.304,06 Pkt. | −1,60 % |
| MDAX | 31.083,97 Pkt. | −1,16 % |
| TecDAX | 3.948.65 Pkt. | −1,19 % |
| SDAX | 18.106,55 Pkt. | −0,66 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.236,20 Pkt. | −1,37 % |
| Dow Jones* | 51.547,57 Pkt. | −0,45 % |
| S&P 500* | 7.619,98 Pkt. | −0,23 % |
| Nasdaq Composite* | 26.377,24 Pkt. | −0,16 % |
| Brent | 104,49 USD/Barrel | −0,3 % |
| EUR/USD | 1,1470 | −0,05 % |
| Gold | 4.402,30 USD | +0,06 % |
| Bund-Rendite 10J. | 3,517 % | +0,76 % |
| VDAX-New | 17,12 Pkt. | −9,73 % |
Analyse des Tages
Der DAX-Verlust von 1,60 Prozent war zunächst ein Makro- und Bewertungsproblem. Der überraschend kräftige Anstieg der deutschen Erzeugerpreise verstärkte die Sorge, dass der Energiepreisschock weiter in die Preisbildung durchschlägt. Parallel stieg die zehnjährige Bund-Rendite; der Rentenmarkt bestätigte damit den Druck auf Aktienbewertungen. Die zehnjährige Rendite blieb zwar unter dem am Dienstag erreichten Mehrjahreshoch von rund 3,57 Prozent, bewegte sich aber wieder in dessen Nähe.
Brent lieferte dabei kein Entspannungssignal. Zwar notierte das Fass zeitweise niedriger, doch der Preis hielt sich bei etwa 104,50 Dollar und damit auf einem Niveau, das den Inflationsimpuls nicht verschwinden lässt. Der große Verfall verstärkte Positionsanpassungen und Handelsvolumen, erklärt aber nicht allein die Richtung: Der Verkaufsdruck erfasste nahezu den gesamten DAX.
Die Marktbreite bestätigt diese Interpretation nur teilweise. Im DAX fielen 38 von 40 Aktien, im MDAX 35 von 50 und im SDAX 48 von 70. Gleichzeitig hielt sich der SDAX mit −0,66 Prozent erheblich besser. Im TecDAX standen 13 Gewinner nur 14 Verlierern gegenüber. Das spricht gegen einen undifferenzierten Rückzug aus deutschen Aktien. Vielmehr belasteten DAX-Schwergewichte überproportional.
Besonders deutlich war die Rotation: Autos, Banken, Telekom und SAP standen unter Druck, während Halbleiterwerte gegen den Markt stiegen. Der kräftige Rückgang des VDAX-New auf 17,12 Punkte verschärft diesen Befund: Der Aktienmarkt fiel, ohne dass die implizite Volatilität einen entsprechenden Stressanstieg zeigte. Das passt eher zu einer Mischung aus Zinsanpassung, sektoraler Neubewertung und Verfallseffekten als zu einem allgemeinen Risikoereignis.
Einzelwerte
Volkswagen Vz. verloren 5,58 Prozent. Der Konzern senkte seine Gewinnprognose deutlich; Belastungen kommen unter anderem aus China, vom Konzernumbau und aus einer Milliardenabschreibung auf Porsche.
Mercedes-Benz büßten 4,76 Prozent ein und wurden von der branchenweiten Neubewertung des Autosektors erfasst. BMW und Continental verloren ebenfalls deutlich.
Deutsche Telekom fielen 4,20 Prozent. Telekomwerte waren europaweit schwach; im DAX erhöhte das Gewicht der Aktie den Indexdruck zusätzlich.
Infineon stiegen dagegen 2,68 Prozent. Oddo BHF stufte die Aktie hoch; gleichzeitig stabilisierte sich das Sentiment gegenüber Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten.
Siltronic sprangen um 10,48 Prozent. UBS hob das Kursziel auf 120 Euro an und verstärkte damit die Erholung der Chipwerte.
Ausblick auf Montag
Um 12:00 Uhr veröffentlicht die Bundesbank ihren September-Monatsbericht; um 12:30 Uhr spricht Chicago-Fed-Präsident Austan Goolsbee, um 14:30 Uhr folgt der Chicago Fed National Activity Index für August. Die Bundesbank bestätigt die Veröffentlichung für Montagmittag.
Zum Handelsbeginn treten zudem die Indexänderungen in Kraft: Ströer steigt in den MDAX auf, Hugo Boss wechselt in den SDAX, OHB ersetzt Cancom im TecDAX. Passive Mittelzuflüsse und Schlussauktionen können die betroffenen Titel überdurchschnittlich bewegen.
Beim DAX liegt die unmittelbare Unterstützung am Freitagstief bei 25.285,90 Punkten, nur rund 0,07 Prozent unter dem Schlusskurs. Darunter folgt das Tief vom 15. September bei 25.172,89 Punkten. Erst ein Anstieg über den Donnerstagsschluss von 25.716,71 Punkten würde einen nennenswerten Teil des Freitagsverlustes neutralisieren.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1092,4 | -0,74 | 2026.09.18 18:18 |
| ATX | 6808,37 | -1,02 | 2026.09.18 17:31 |
| Benzin NYMEX Rolling | 3,48 | 0,18 | 2026.09.18 18:18 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 104,3 | 0,03 | 2026.09.18 18:18 |
| CAC 40 | 8056,29 | -1,35 | 2026.09.18 18:18 |
| CDAX (Performance) | 2145,55 | -1,59 | 2026.09.18 17:50 |
| DAX | 25304,06 | -1,6 | 2026.09.18 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9236,02 | -1,6 | 2026.09.18 17:50 |
| Dieselpreis | 1501,9 | -0,02 | 2026.09.18 18:18 |
| Dow Jones Industrial | 51552,34 | -0,5 | 2026.09.18 18:18 |
| Erdgaspreis | 2,92 | 1,77 | 2026.09.18 18:18 |
| EUR/USD | 1,15 | -0,1 | 2026.09.18 18:18 |
| EURO STOXX 50 | 6221,95 | -1,43 | 2026.09.18 18:18 |
| FTSE 100 Index | 10628,41 | -1,68 | 2026.09.18 18:18 |
| GEX (Performance) | 2606,28 | -0,19 | 2026.09.18 17:50 |
| Goldpreis | 4364,07 | 0,38 | 2026.09.18 18:18 |
| Hang Seng | 24663,81 | 0,39 | 2026.09.18 18:18 |
| HDAX (Performance) | 13392,5 | -1,56 | 2026.09.18 17:50 |
| IBEX35 | 19457,25 | -1,79 | 2026.09.18 18:18 |
| MDAX | 31100,43 | -0,92 | 2026.09.18 18:18 |
| NASDAQ 100 | 29426,22 | -0,1 | 2026.09.18 18:18 |
| Nikkei 225 | 64845,53 | -0,19 | 2026.09.18 18:18 |
| Platin NYMEX | 1804,31 | 1,52 | 2026.09.18 18:18 |
| S&P 500 | 7621,41 | -0,23 | 2026.09.18 18:18 |
| SDAX | 18115,82 | -0,58 | 2026.09.18 18:10 |
| Silberpreis | 66,32 | 2,01 | 2026.09.18 18:18 |
| SMI | 13797,17 | -0,93 | 2026.09.18 18:18 |
| TecDAX | 3948,65 | -1,19 | 2026.09.18 17:50 |
| VDAX | 18,35 | 7,16 | 2026.09.18 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 96,6 | -4,63 | 2026.09.18 18:18 |
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