Ent­gelt­un­ter­schie­de zwi­schen West- und Ost­deutsch­land

Ent­gelt­un­ter­schie­de zwi­schen West- und Ost­deutsch­land und zwi­schen Män­nern und Frau­en in den Jah­ren 2024 und 2025

Wor­um es ins­ge­samt geht

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD-Frak­ti­on zu Ent­gelt­un­ter­schie­den in Deutsch­land für die Jah­re 2024 und 2025. Im Fokus ste­hen:

  • Unter­schie­de zwi­schen West- und Ost­deutsch­land
  • Unter­schie­de zwi­schen Män­nern und Frau­en
  • Unter­schie­de nach Anfor­de­rungs­ni­veau (Hel­fer, Fach­kraft, Spe­zia­list, Exper­te)
  • Unter­schie­de nach Regio­nen, Wirt­schafts­zwei­gen, Betriebs­grö­ßen, Tarif­bin­dung
  • Ent­wick­lung von Median­ent­gel­ten, Stun­den­löh­nen, Nied­rig­lohn­an­tei­len, Arbeits­zei­ten, Über­stun­den
  • Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung zur Ver­rin­ge­rung der Ent­gelt­un­ter­schie­de

Zen­tra­le Ergeb­nis­se zu Beschäf­ti­gung und Ent­gel­ten

Beschäf­ti­gungs­struk­tur (Stand 30. Juni 2025)

  • 39,27 Mio. abhän­gig Beschäf­tig­te
  • 34,89 Mio. sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig (89 %)
  • 4,4 Mio. gering­fü­gig Beschäf­tig­te (11 %)
  • Voll­zeit­quo­te unter sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­tig­ten: 69 %
  • Teil­zeit­quo­te: 31 %

Ent­gelt­un­ter­schie­de Männer/Frauen (Medi­an, Voll­zeit 2025)

  • Män­ner vs. Frau­en bun­des­weit: 309 € / 8 %
  • West­deutsch­land: 398 € / 10 %
  • Ost­deutsch­land: –144 € / –4 % (Frau­en ver­die­nen mehr als Män­ner)
  • Größ­ter Unter­schied: Män­ner West vs. Frau­en Ost: 602 € / 16 %

Ent­gelt­un­ter­schie­de West/Ost (Medi­an, Voll­zeit 2025)

  • Män­ner: 746 € / 20 %
  • Frau­en: 204 € / 5 %

Frau­en mit höhe­rem Ent­gelt als Män­ner-Medi­an

  • 2025: 2,96 Mio. Frau­en (42 %) ver­die­nen mehr als das Män­ner-Median­ent­gelt.

Unter­schie­de nach Anfor­de­rungs­ni­veau (2025)

Voll­zeit­an­tei­le

  • Hel­fer: 56 %
  • Fach­kräf­te: 70 %
  • Spe­zia­lis­ten: 74 %
  • Exper­ten: 74 %

Frau­en über Män­ner-Medi­an im jewei­li­gen Niveau

  • Hel­fe­rin­nen: 39 %
  • Fach­kräf­te: 45 %
  • Spe­zia­lis­tin­nen: 29 %
  • Exper­tin­nen: 28 %

Regio­na­le Unter­schie­de

Höchs­te und nied­rigs­te Median­ent­gel­te (2025)

Krei­se / kreis­freie Städ­te

  • Höchs­tes West: Erlan­gen – 6.083 €
  • Nied­rigs­tes West: Land­kreis Olden­burg – 3.425 €
  • Höchs­tes Ost: Ber­lin – 4.459 €
  • Nied­rigs­tes Ost: Saa­le-Orla-Kreis – 3.113 €

Bun­des­län­der

  • Höchs­tes: Ham­burg – 4.768 € (+13 % über Bund)
  • Nied­rigs­tes: Meck­len­burg-Vor­pom­mern – 3.497 € (–17 % unter Bund)

Unter­schie­de nach Wirt­schafts­zwei­gen (WZ 2008)

Rela­ti­ve Ent­gelt­un­ter­schie­de West/Ost (2025)

  • Span­ne: +14 % bis –39 %
  • Größ­ter nega­ti­ver Unter­schied: Tabak­ver­ar­bei­tung (–39 %)

Fach­kräf­te Ost < Hel­fer West

  • In 20 von 79 Wirt­schafts­ab­tei­lun­gen
  • Deut­lichs­ter Fall: Schiff­fahrt (–634 € / –15 %)

Unter­schie­de nach Beru­fen (KldB 2010)

  • In 8 von 25 Berufs­haupt­grup­pen ver­die­nen Fach­kräf­te Ost weni­ger als Hel­fer West.
  • Größ­ter Unter­schied: Gebäu­de- und Ver­sor­gungs­tech­nik (–408 € / –11 %)

Nied­rig­lohn­an­tei­le (2025)

  • Gesamt: 15,5 %
  • Män­ner: 13,3 %
  • Frau­en: 20 %
  • Hel­fer: 40,8 %
  • Fach­kräf­te: 16,6 %
  • Spe­zia­lis­ten: 5,5 %
  • Exper­ten: 2,9 %

Arbeits­zei­ten & Über­stun­den

Durch­schnitt­li­che Wochen­ar­beits­zeit (2025)

  • Deutsch­land: 34,2 h
  • West: 33,9 h
  • Ost: 35,6 h

Tarif­li­che Wochen­ar­beits­zeit (2025)

  • Deutsch­land: 38,5 h
  • West: 38,5 h
  • Ost: 39,0 h

Über­stun­den (2025)

  • 0,3 h pro Woche
  • Davon 0,2 h unbe­zahlt

Stun­den­löh­ne (Ver­dienster­he­bung)

  • Deutsch­land: 27,28 € (2024)28,19 € (2025)
  • Ost-West-Abstand ver­rin­gert sich leicht.

Aus­zu­bil­den­de (Median­ent­gelt 2025)

  • Deutsch­land: 1.278 €
  • West: 1.291 €
  • Ost: 1.208 €
  • Frau­en ver­die­nen mehr als Män­ner (–104 € / –8 % bezo­gen auf Frau­en).

Tarif­bin­dung

  • Daten aus dem IAB-Betriebspa­nel
  • Tarif­bin­dung nach Betriebs­grö­ßen­klas­sen aus­ge­wie­sen
  • Kei­ne Daten dar­über, wie vie­le Beschäf­tig­te tat­säch­lich tarif­ge­bun­den sind.

Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung zur Ver­rin­ge­rung der Ent­gelt­un­ter­schie­de

  • Min­dest­lohn­er­hö­hun­gen (13,90 € seit 2026; 14,60 € ab 2027)
  • Bun­des­ta­rif­treue­ge­setz (seit 1. Mai 2026)
  • Natio­na­ler Akti­ons­plan Tarif­bin­dung (seit Juli 2026)
  • GRW-För­de­rung für struk­tur­schwa­che Regio­nen (v. a. Ost­deutsch­land)
  • Ansied­lung von Bun­des- und For­schungs­ein­rich­tun­gen in Ost­deutsch­land

Quel­le: Bun­des­tags­druck­sa­che 21/7757

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater