Fol­gen der Zuwan­de­rung seit 2015

Fol­gen der Zuwan­de­rung seit 2015 – Kri­mi­na­li­täts­ent­wick­lung, öffent­li­che Sicher­heit, Jus­tiz, Sozi­al­kos­ten und Schutz­pflich­ten

Wor­um es ins­ge­samt geht

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD-Frak­ti­on zu den Fol­gen der Zuwan­de­rung seit 2015 – mit Fokus auf Kri­mi­na­li­tät, öffent­li­che Sicher­heit, Jus­tiz, Sozi­al­kos­ten und staat­li­che Schutz­pflich­ten. Vie­le der abge­frag­ten Detail­da­ten lie­gen nicht vor, wer­den nicht sta­tis­tisch erho­ben oder sind metho­disch nicht ver­gleich­bar.

Zen­tra­le Aus­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung

1) Zustän­dig­kei­ten & Daten­la­ge

  • Migra­ti­on, Straf­ver­fol­gung und Opfer­schutz fal­len in die Bun­des­kom­pe­tenz.
  • Die Bun­des­re­gie­rung stützt sich auf:
    • Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik (PKS)
    • Straf­ver­fol­gungs­sta­tis­tik des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts
    • PMK-Daten (Poli­tisch moti­vier­te Kri­mi­na­li­tät)
  • Vie­le Detail­da­ten wer­den nicht erho­ben, z. B.:
    • Sui­zi­de nach sexu­el­ler Gewalt
    • Auf­ent­halts­sta­tus von Tätern in vie­len Delikt­be­rei­chen
    • Mob­bing an Schu­len
    • Kos­ten durch irre­gu­lä­re Migra­ti­on
    • Wie­der­ho­lungs­tä­ter­zah­len in bestimm­ten Delik­ten

Kri­mi­na­li­tät & Opfer­zah­len

Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen (seit 2017)

  • Der Begriff exis­tiert im StGB nicht; PKS nutzt „gemein­schaft­li­che Tat­be­ge­hung“.
  • Daten sind wegen eines Metho­dik­wech­sels 2017/2018 nicht ver­gleich­bar.
  • Opfer­zah­len (Aus­wahl):
    • Unter 14 Jah­ren: jähr­lich zwi­schen 12 und 33
    • Unter 6 Jah­ren: jähr­lich 1–2
    • Unter 18 Jah­ren: jähr­lich ca. 200–288

Ver­ur­tei­lun­gen / Täter­merk­ma­le

  • Zu Ver­ur­tei­lun­gen, Bewäh­rungs­stra­fen, Frei­sprü­chen etc. lie­gen kei­ne voll­stän­di­gen Daten vor.
  • Vie­le Fra­gen wer­den mit Ver­weis auf die Straf­ver­fol­gungs­sta­tis­tik beant­wor­tet, deren Daten für 2025 noch feh­len.

Anti­se­mi­ti­sche Straf­ta­ten

  • Star­ker Anstieg seit 2015:
    • 2015: 1 366 Fäl­le
    • 2023: 5 164 Fäl­le
    • 2024: 6 236 Fäl­le
    • 2025: 6 548 Fäl­le
  • Tat­ver­däch­ti­ge mit Asyl­sta­tus: gerin­ge Fall­zah­len (z. B. 2024: 132)
  • Deut­sche Tat­ver­däch­ti­ge: deut­lich höhe­re Fall­zah­len (z. B. 2024: 2 370)
  • Staa­ten­lo­se: gerin­ge Fall­zah­len
  • Dop­pel­staat­ler: Daten erst ab 2027 voll­stän­dig erfass­bar

Mes­ser­an­grif­fe

  • PKS erfasst nicht das Tat­werk­zeug „Mes­ser“.
  • Mes­ser­an­grif­fe wer­den erst ab 2024 geson­dert aus­ge­wie­sen.
  • Kei­ne Daten zu Her­kunft oder Sta­tus der Tat­ver­däch­ti­gen.

Kri­mi­na­li­tät an Schu­len (Daten erst ab 2024)

Bei­spiel 2024:

  • Gewalt­kri­mi­na­li­tät: 7 243 Fäl­le
  • Sexu­el­le Über­grif­fe: 69
  • Ver­ge­wal­ti­gun­gen: 86
  • Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen: 20
  • Erpres­sung: 436
  • Raub: 754
  • Dieb­stahl: 11 505

Kei­ne Daten zu:

  • radi­kal-isla­mi­schem Mob­bing
  • Mob­bing all­ge­mein
  • Herkunft/Status der Schü­ler

Kos­ten & wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen

Direk­te Kos­ten für Inte­gra­ti­on & Sprach­för­de­rung

  • Mil­li­ar­den­be­trä­ge seit 2015, u. a.:
    • Inte­gra­ti­ons­kur­se: jähr­lich zwi­schen 269 Mio. € (2015) und über 1 Mrd. € (2024/2025)
    • Jugend­mi­gra­ti­ons­diens­te: ca. 49–68 Mio. € pro Jahr
    • Garan­tie­fonds Hoch­schu­le: 12–27 Mio. € pro Jahr

Indi­rek­te Kos­ten

  • Nicht bezif­fer­bar, da zu kom­plex und nicht sys­te­ma­tisch erfasst.

Net­to­bi­lanz der Zuwan­de­rung

  • Kei­ne gesamt­wirt­schaft­li­che Bilanz vor­han­den.
  • Bun­des­re­gie­rung betont:
    • Unter­schied­li­che Migra­ti­ons­for­men haben unter­schied­li­che Wir­kun­gen.
    • Ziel: irre­gu­lä­re Migra­ti­on redu­zie­ren, regu­lä­re Fach­kräf­te­zu­wan­de­rung stär­ken.

Fach­kräf­te­zu­wan­de­rung

  • Seit 2015: 35 600 Fach­kräf­te durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit ver­mit­telt.
  • Seit 2020: 7 900 Fach­kräf­te über spe­zi­el­le Pro­gram­me inte­griert.
  • Pfle­ge­an­wer­be­pro­gramm (2021–2023): 1 041 Pfle­ge­fach­kräf­te.

Bewer­tung der Schutz­pflich­ten

  • Bun­des­re­gie­rung sieht die ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz­pflich­ten erfüllt.
  • Straf­ta­ten müs­sen unab­hän­gig von Her­kunft kon­se­quent ver­folgt wer­den.

Wesent­li­che Mus­ter der Ant­wor­ten

  • Vie­le Detail­fra­gen der AfD kön­nen nicht beant­wor­tet wer­den, weil:
    • Daten nicht erho­ben wer­den,
    • Kate­go­rien sta­tis­tisch nicht exis­tie­ren,
    • Erfas­sungs­sys­te­me metho­di­sche Gren­zen haben,
    • Daten erst ab bestimm­ten Jah­ren ver­füg­bar sind.

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