- Deutschland und Frankreich haben sich auf eine Abschwächung der bisherigen EU-Pläne für das Verbrenner-Aus ab 2035 verständigt.
- Statt einer vollständigen CO₂-Reduktion von 100 Prozent bei Neuwagen soll das Ziel nun auf 90 Prozent abgesenkt werden. Dies entspricht den Forderungen großer deutscher Autohersteller.
- Die Vereinbarung wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ausgehandelt.
- Die beiden Länder wollen die Änderungen nun auf EU-Ebene durchsetzen, obwohl die EU-Kommission bislang einen anderen Ansatz verfolgt.
- Die Einigung sieht mehr regulatorische Flexibilität für Hersteller vor. Vorgeschlagen werden unter anderem mehrjährige Bewertungszeiträume für CO₂-Ziele sowie die Anrechnung bestimmter CO₂-Gutschriften, um auf Marktschwankungen und externe Schocks reagieren zu können.
- Gleichzeitig soll die europäische Wertschöpfung in der Automobilindustrie gestärkt werden. Förderfähige Fahrzeuge sollen künftig einen wachsenden Anteil an in Europa produzierten Komponenten, Batterien, Elektronik und Antriebstechnik enthalten.
- Das Konzept „Made in Europe“ soll öffentliche Förderungen stärker an europäische Produktion und Lieferketten koppeln. Auch Forschung und Entwicklung in Europa sollen ausgebaut werden.
- Laut dem Artikel begründen die Regierungen den Kompromiss mit dem Ziel, Dekarbonisierung, Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie und Investitionen in Elektromobilität miteinander zu verbinden.
Kurz gesagt: Das Verbrenner-Aus wird nicht vollständig aufgehoben, aber die geplanten CO₂-Vorgaben für 2035 sollen deutlich gelockert werden. Gleichzeitig wollen Deutschland und Frankreich die europäische Autoindustrie durch strengere „Made in Europe“-Anforderungen stärken.