Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX®
Handelsplatz: Deutsche Börse
Datum: 24.07.2026
Vortag: 24763.12
Erster: 24830.41
Höchst: 25039.68 (17:35:26)
Tiefst: 24821.67 (09:09:06)
Letzter: 25099.00
Veränderung: +335.88
Veränderung(%): +1.36
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 24.07.26 | 25.099,00 PTS | +1,36 % | 44.474.007 |
| 23.07.26 | 24.763,12 PTS | -1,56 % | 61.919.215 |
| 22.07.26 | 25.155,41 PTS | +0,58 % | 51.585.727 |
| 21.07.26 | 25.011,35 PTS | +0,66 % | 43.876.890 |
| 20.07.26 | 24.846,69 PTS | +0,06 % | 43.048.523 |
SAP und fallendes Öl heben den DAX – Tech bleibt gespalten
- Treiber: Der DAX-Anstieg beruhte vor allem auf dem Kurssprung des Schwergewichts SAP. Der Rückgang des Brent-Preises unter 100 Dollar senkte zugleich den unmittelbaren Inflations- und Zinsdruck.
- Bestätigung: MDAX und SDAX legten ebenfalls zu, die Marktbreite war insgesamt positiv. Der TecDAX zeigte jedoch eine ausgeprägte Zweiteilung zwischen Softwaregewinnern und schwachen Halbleiter‑, Solar- und Bioenergiewerten.
- Nächster Handelstag: Entscheidend werden das ifo-Geschäftsklima, die Audi-Zahlen sowie die Frage, ob der DAX die Zone oberhalb von 25.100 Punkten ohne erneuten Ölpreisanstieg behauptet.
Marktüberblick
| Markt | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 25.099,00 | +1,36 % |
| MDAX | 31.965,53 | +0,92 % |
| TecDAX | rund 3.770 | +1,85 % |
| SDAX | 18.229,28 | +0,72 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.280,94 | +1,14 % |
| Dow Jones* | 51.816,73 | +0,2 % |
| S&P 500* | 7.412,61 | +0,1 % |
| Nasdaq Composite* | 25.057,86 | −0,3 % |
| Brent | 97,88 US-Dollar | −2,8 % |
| EUR/USD | 1,1370 | −0,1 % |
| Gold | 4.054,39 US-Dollar | +0,2 % |
| Bundesanleihe, 10 Jahre | 3,18 % | zuvor 3,21 % |
| VDAX-New | 18,36 Punkte | −11,52 % |
*Laufende Wall-Street-Indikation, keine US-Schlussstände.
Analyse des Tages
Der eigentliche Treiber war nicht eine grundlegende Neubewertung des deutschen Aktienmarkts, sondern eine Kombination aus Indexmechanik und kurzfristiger Entlastung bei den Energiekosten. SAP gewann 9,26 Prozent und hob den kapitalisierungsgewichteten DAX überproportional. Der kurzfristige Cloud-Vertragsbestand übertraf die Erwartungen und zerstreute einen Teil der Befürchtungen, dass KI-Investitionen das etablierte Softwaregeschäft schwächen könnten. Gleichzeitig fiel Brent um 2,8 Prozent auf 97,88 Dollar. Damit nahm der Markt einen Teil des Inflationsschocks vom Vortag zurück. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank auf 3,18 Prozent.
Dass der DAX über 25.000 Punkten schloss, war daher belastbarer als eine reine Einzeltitelbewegung, aber weniger breit, als das Indexplus zunächst suggeriert. Im DAX stiegen 29 der 40 Werte. Banken, Versicherer und Rüstungsaktien unterstützten den Softwareimpuls: Deutsche Bank, Deutsche Börse, Hannover Rück, Commerzbank, Rheinmetall und MTU schlossen durchweg höher.
Auch die Nebenwerte bestätigten die positive Grundtendenz. Im MDAX standen 32 Gewinner 16 Verlierern gegenüber; im SDAX betrug das Verhältnis 48 zu 19. Besonders gefragt waren Software, Touristik, Industrie und Immobilien. Damit beschränkte sich die Nachfrage nicht vollständig auf SAP und andere Großunternehmen.
Der Widerspruch lag innerhalb des Technologiesektors. Im TecDAX stiegen nur 15 von 30 Werten, 14 fielen. Softwaretitel wie Atoss, Nemetschek, Bechtle und TeamViewer profitierten vom SAP-Signal. Halbleiterwerte und Anbieter aus dem Bereich erneuerbare Energien verloren dagegen. Infineon, Elmos, Süss Microtec, SMA Solar und Verbio zeigten, dass die Risikobereitschaft selektiv blieb. An der Wall Street bestätigte der Nasdaq mit einem laufenden Minus von 0,3 Prozent diese Zurückhaltung gegenüber hoch bewerteten Technologiewerten.
Der Rückgang des VDAX-New um 11,52 Prozent auf 18,36 Punkte passt zur Erholung, signalisiert aber keine Sorglosigkeit. Die Volatilität liegt weiterhin deutlich über einem ruhigen Marktregime. Der Ölpreis bleibt dabei die zentrale Verbindung zwischen Geopolitik, Inflationserwartungen, Anleiherenditen und Aktienbewertungen.
Einzelwerte
SAP: +9,26 Prozent. Der kurzfristige Cloud-Auftragsbestand übertraf die Erwartungen. Das Cloud-Wachstum beschleunigte sich und reduzierte die zuvor dominierenden KI-Sorgen.
Atoss Software: +9,81 Prozent. Der Spezialist für Personalmanagement-Software überraschte mit einer besseren Profitabilität im Cloud-Geschäft und bestätigte seine Jahresziele.
Volkswagen Vorzüge: −2,03 Prozent. Das operative Ergebnis und die Konzernmarge blieben hinter den Erwartungen zurück. Volkswagen senkte außerdem Umsatz- und Absatzprognose.
Adidas: −1,64 Prozent. Der Markt vermisste positive Eckdaten vor dem anstehenden Quartalsbericht; zusätzlich belastete der Ausblick eines US-Wettbewerbers.
Munich Re: +0,55 Prozent. Geringe Großschäden und ein gutes Kapitalanlageergebnis führten zu einem überraschend hohen Quartalsgewinn.
Ausblick auf Montag, 27. Juli
- 09:00 Uhr: Audi veröffentlicht die Zahlen zum zweiten Quartal. Nach dem schwachen VW-Bericht stehen Absatz, operative Marge und China-Geschäft im Mittelpunkt. Der Termin wird vom Unternehmen bestätigt.
- 10:30 Uhr: Das ifo-Institut veröffentlicht das Geschäftsklima für Juli. Der Marktkonsens liegt bei 86,1 Punkten nach 85,6 Punkten. Das offizielle ifo-Zeitfenster ist 10:30 Uhr, nicht 10:00 Uhr.
- 14:30 Uhr: In den USA folgen die vorläufigen Auftragseingänge langlebiger Güter für Juni. Besonders relevant sind die Aufträge ohne Transport und die Investitionsgüterkomponente.
- Charttechnik: Oberhalb von 25.100 Punkten rücken 25.224 und anschließend 25.305 Punkte als Widerstände in den Blick. Auf der Unterseite bilden 24.800 und der vorherige Schluss bei 24.763 Punkten die erste Unterstützungszone.
- Öl als Risikoschalter: Ein erneuter Anstieg von Brent über 100 Dollar würde den Tagesimpuls infrage stellen und dürfte Renditen, Auto- und Chemiewerte erneut belasten. Die positive PMI-Überraschung – 51,2 statt erwarteter 49,8 Punkte – stützt zwar das Konjunkturbild, bleibt aber gegenüber dem Energiepreisrisiko anfällig.
Der DAX schloss damit zwar über der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke, doch der Tagesgewinn beruhte wesentlich auf SAP und dem Ölpreisrückgang.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1090,66 | 0,51 | 2026.07.24 18:18 |
| ATX | 6475,05 | 0,02 | 2026.07.24 17:29 |
| Benzin NYMEX Rolling | 3,29 | -5,29 | 2026.07.24 18:18 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 91,08 | -8,97 | 2026.07.24 18:18 |
| CAC 40 | 8382,46 | 0,96 | 2026.07.24 18:18 |
| CDAX (Performance) | 2126,01 | 1,34 | 2026.07.24 17:50 |
| DAX | 25099 | 1,36 | 2026.07.24 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9161,18 | 1,36 | 2026.07.24 17:50 |
| Dieselpreis | 1239,03 | -3,99 | 2026.07.24 18:18 |
| Dow Jones Industrial | 52099,86 | 0,77 | 2026.07.24 18:18 |
| Erdgaspreis | 2,94 | 0,91 | 2026.07.24 18:18 |
| EUR/USD | 1,14 | 0,06 | 2026.07.24 18:18 |
| EURO STOXX 50 | 6287,15 | 1,25 | 2026.07.24 18:18 |
| FTSE 100 Index | 10737,24 | 1,18 | 2026.07.24 18:18 |
| GEX (Performance) | 2640,23 | 0,03 | 2026.07.24 17:50 |
| Goldpreis | 4075,33 | 0,62 | 2026.07.24 18:18 |
| Hang Seng | 25054,93 | 0,56 | 2026.07.24 18:18 |
| HDAX (Performance) | 13321,78 | 1,31 | 2026.07.24 17:50 |
| IBEX35 | 19596,11 | 1,8 | 2026.07.24 18:18 |
| MDAX | 31934,96 | 0,79 | 2026.07.24 18:18 |
| NASDAQ 100 | 28432,57 | -0,06 | 2026.07.24 18:18 |
| Nikkei 225 | 64916,18 | -0,6 | 2026.07.24 18:18 |
| Platin NYMEX | 1607,95 | 0,3 | 2026.07.24 18:18 |
| S&P 500 | 7453,75 | 0,62 | 2026.07.24 18:18 |
| SDAX | 18231,93 | 0,71 | 2026.07.24 18:04 |
| Silberpreis | 58,78 | 1,86 | 2026.07.24 18:18 |
| SMI | 14358,58 | 0,86 | 2026.07.24 18:18 |
| TecDAX | 3769,97 | 1,85 | 2026.07.24 17:50 |
| VDAX | 18,36 | -11,52 | 2026.07.24 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 88,42 | -3,31 | 2026.07.24 18:18 |
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