Kleinen Anfrage „Ostdeutsche in der Bundeswehr“.
Wichtigste Aussagen:
- Die Anfrage thematisiert die Repräsentation von Menschen ostdeutscher Herkunft in der Bundeswehr, insbesondere in Führungspositionen. Die Fragesteller verweisen darauf, dass Ostdeutsche in Führungsfunktionen der Bundesverwaltung weiterhin unterrepräsentiert seien.
- Die Bundesregierung erklärt, dass sie die Bewertungen der Fragesteller nicht übernimmt, betont aber, dass die Stärkung ostdeutscher Führungskräfte ein zentrales Anliegen sei. Dazu verweist sie auf das Bundeskonzept zur Erhöhung des Ostdeutschen-Anteils in der Bundesverwaltung sowie auf die Diversitätsstrategie der Bundesregierung.
- Laut Bundesregierung ist der Anteil ostdeutscher Führungskräfte in den obersten Bundesbehörden gestiegen:
- insgesamt 16,3 % auf Führungsebene,
- 17,6 % bei Referatsleitungen,
- 11,2 % bei Abteilungsleitungen,
- 8,5 % auf der höchsten Leitungsebene.
- Für die Bundeswehr nennt die Antwort (Stand: 31. August 2026) folgende Zahlen zu Soldatinnen und Soldaten ostdeutscher Herkunft:
- Berufssoldaten: 20.146 (34 %),
- Soldaten auf Zeit: 29.202 (26 %),
- Freiwillig Wehrdienstleistende: 1.343 (25 %).
- Beim Heer werden unter anderem genannt:
- 1 General,
- 836 Stabsoffiziere,
- 1.305 Offiziere der darunterliegenden Dienstgrade,
- 5.445 Unteroffiziere mit Portepee,
- 2.681 Unteroffiziere ohne Portepee,
- 7.719 Mannschaften ostdeutscher Herkunft.
- Für Luftwaffe und Marine werden ebenfalls Zahlen und Anteile nach Dienstgradgruppen ausgewiesen. In der Marine gibt es beispielsweise keine Admirale ostdeutscher Herkunft, während der Anteil bei Unteroffizieren mit Portepee 37 % beträgt
Kurz gesagt: Die Drucksache beantwortet die Frage, wie stark Ostdeutsche in den verschiedenen Bereichen und Dienstgradgruppen der Bundeswehr vertreten sind, und ordnet dies in die bundesweite Diskussion über die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen ein.
Quelle: [Drucksache 21/8521]