Stra­te­gi­sche Absi­che­rung, Geheim­di­plo­ma­tie und Deutsch­lands Rol­le in Frie­dens­ge­sprä­chen

Stra­te­gi­sche Absi­che­rung, Geheim­di­plo­ma­tie und die deut­sche Ein­bin­dung in Gesprä­che zum Ukrai­ne-Krieg

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zur deut­schen Ein­bin­dung in Gesprä­che über den Ukrai­ne-Krieg.

Wich­tigs­te Punk­te:

  • Die Anfra­ge befasst sich mit geheim­dienst­li­chen und diplo­ma­ti­schen Kon­tak­ten rund um den Ukrai­ne-Krieg, ins­be­son­de­re einem Tref­fen zwi­schen dem CIA-Direk­tor und der Lei­tung des rus­si­schen Aus­lands­nach­rich­ten­diens­tes (SWR) in Mos­kau im August 2026.
  • Die Bun­des­re­gie­rung betont, dass sie die Ukrai­ne wei­ter­hin bei ihrer Ver­tei­di­gung gegen den rus­si­schen Angriffs­krieg unter­stützt und sich zugleich für ein rasches Ende des Krie­ges ein­setzt. Sie ste­he hier­zu in engem Aus­tausch mit Part­nern in EU, NATO, G7 und den Ver­ein­ten Natio­nen.
  • Zu ver­trau­li­chen Gesprä­chen mit den USA oder ande­ren Staa­ten macht die Bun­des­re­gie­rung grund­sätz­lich kei­ne Anga­ben. Sie begrün­det dies mit dem Schutz außen­po­li­ti­scher Bezie­hun­gen, der Ver­trau­lich­keit diplo­ma­ti­scher Gesprä­che und dem Staats­wohl.
  • Meh­re­re Fra­gen zu CIA-Russ­land-Kon­tak­ten, einer mög­li­chen deut­schen Vor­ab­in­for­ma­ti­on oder Betei­li­gung sowie zu Geheim­dienst­the­men wer­den mit Ver­weis auf die­se Geheim­hal­tungs­in­ter­es­sen nicht kon­kret beant­wor­tet.
  • Zur künf­ti­gen Sicher­heits­ar­chi­tek­tur der Ukrai­ne ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf Aus­sa­gen von Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz bei einem Tref­fen der „Koali­ti­on der Wil­li­gen“ im Juli 2026.
  • Die Bun­des­re­gie­rung bestä­tigt bestehen­de diplo­ma­ti­sche Kanä­le zu Russ­land, ins­be­son­de­re über die Bot­schaf­ten in Mos­kau und Ber­lin. Außer­dem führ­te Außen­mi­nis­ter Dr. Johann Wade­phul im Sep­tem­ber 2026 ein bila­te­ra­les Gespräch mit Ser­gei Law­row am Ran­de der UN-Gene­ral­ver­samm­lung.
  • Deutsch­land befin­de sich in engem Aus­tausch mit der Ukrai­ne, den USA sowie euro­päi­schen Part­nern zu Frie­dens­be­mü­hun­gen. Die Bun­des­re­gie­rung ver­tritt aus­drück­lich die Posi­ti­on, dass Fra­gen der euro­päi­schen Sicher­heit nicht ohne Betei­li­gung Euro­pas ver­han­delt wer­den kön­nen.
  • Das 21. EU-Sank­ti­ons­pa­ket gegen Russ­land soll den Druck auf Russ­land erhö­hen, des­sen Kriegs­fä­hig­keit ein­schrän­ken und Russ­land zu Ver­hand­lun­gen über einen Waf­fen­still­stand sowie einen gerech­ten und dau­er­haf­ten Frie­den bewe­gen.
  • Zur Umge­hung von Export­be­schrän­kun­gen erklärt die Bun­des­re­gie­rung, dass die rus­si­sche Rüs­tungs­in­dus­trie auf Sank­ti­ons­um­ge­hung ange­wie­sen sei. Deutsch­land gehe des­halb kon­se­quent gegen sol­che Umge­hungs­we­ge vor und set­ze sich für wei­te­re EU-Sank­tio­nen gegen betei­lig­te Akteu­re ein.
  • Die Bun­des­re­gie­rung sieht die umfang­rei­che deut­sche Unter­stüt­zung der Ukrai­ne als Bei­trag dazu, deren Ver­hand­lungs­po­si­ti­on zu stär­ken. Aus ihrer Sicht kön­nen erfolg­rei­che Frie­dens­ver­hand­lun­gen nur zwi­schen Ukrai­ne und Russ­land, unter akti­ver Betei­li­gung der USA und Euro­pas, geführt wer­den.

Kurz­fa­zit: Die Druck­sa­che zeigt, dass die Bun­des­re­gie­rung ihre Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne fort­setzt, auf enge Abstim­mung mit den west­li­chen Part­nern ver­weist und vie­le Fra­gen zu Geheim­dienst­kon­tak­ten und ver­trau­li­chen Ver­hand­lun­gen aus Grün­den der Staats- und Sicher­heits­in­ter­es­sen nicht öffent­lich beant­wor­tet.


Quel­le: [Druck­sa­che 21/8657]

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