- Deutlicher Absatzrückgang: Volkswagen verkaufte von Juni bis September knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge, ein Minus von 14,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist der stärkste Rückgang seit dem zweiten Quartal 2022.
- China als Hauptproblem: Der Fahrzeugabsatz in China brach im Sommer um fast 40 % ein. Vertriebschef Martin Sander bezeichnete den schwachen chinesischen Markt als branchenweite Herausforderung.
- Schwäche in fast allen Regionen: Nur in Zentral- und Osteuropa konnte der Konzern leicht wachsen (+1,4 %). In den meisten anderen Regionen gingen die Verkäufe zurück.
- Jahresverlauf ebenfalls negativ: In den ersten neun Monaten wurden insgesamt 6,01 Millionen Fahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 9 % entspricht. Das China-Geschäft schrumpfte in diesem Zeitraum um rund 30 %.
- Marken unter Druck: Die Marken Volkswagen und Audi verloren im dritten Quartal jeweils knapp 20 % Absatz. Porsche verkaufte 15 % weniger Fahrzeuge, während Skoda den Absatz stabil halten konnte.
- Belastende Faktoren: Genannt werden verschlechterte geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, hohe Kraftstoffpreise, starker Wettbewerb, wachsender Exportdruck aus China sowie Auswirkungen der US-Zölle. [Volkswagen…
- Elektroautos: Der Absatz von Elektrofahrzeugen sank weltweit um 4,7 % auf 240.200 Fahrzeuge. In Europa stieg die Nachfrage zwar deutlich, konnte die Rückgänge in anderen Regionen aber nicht ausgleichen.
- Positives Signal bei E‑Autos: Der Auftragsbestand für Elektroautos in Deutschland hat sich gegenüber Ende 2025 verdoppelt. Besonders gefragt ist die neue elektrische Kleinwagenfamilie rund um den ID.Polo, für die bereits fast 150.000 Bestellungen vorliegen.
- Lichtblick Traton: Die Nutzfahrzeugtochter Traton steigerte den Absatz um mehr als 10 %. Treiber war vor allem die starke Nachfrage in den USA, wo die Marke International Motors 48 % mehr Fahrzeuge auslieferte.
Kurzfazit: Der Einbruch in China belastet den gesamten Volkswagen-Konzern erheblich. Während Pkw-Marken und das E‑Auto-Geschäft schwächeln, sorgen die Nutzfahrzeugsparte Traton und die steigende Nachfrage nach neuen Elektro-Kleinwagen für einige positive Signale.