Wochen­rück­blick: US-Bör­sen 41. KW 2026

US-Markt­über­blick – Woche 28. Sep­tem­ber bis 2. Okto­ber 2026

Die US-Akti­en­märk­te zeig­ten in der Woche ein zwei­ge­teil­tes Bild. Auf Inde­xe­be­ne blie­ben die Ver­lus­te über­wie­gend begrenzt, wäh­rend sich unter der Ober­flä­che eine deut­lich schwä­che­re Markt­struk­tur zeig­te. Der Dow Jones ver­lor auf Fünf-Tage-Sicht 1,26 %, der S&P 500 0,27 % und der Rus­sell 2000 0,16 %. Dage­gen hiel­ten sich die tech­no­lo­gie­las­ti­gen Indi­zes bes­ser: Der Nasdaq Com­po­si­te gewann 0,45 %, der Nasdaq 100 0,65 %. Beson­ders stark waren Halb­lei­ter­wer­te; der PHLX Semi­con­duc­tor Index leg­te um 3,69 % zu. U.S. & Ame­ri­cas Stock Inde­xes U.S. & Ame­ri­cas Stock Inde­xes

5‑Tage

Der ent­schei­den­de Belas­tungs­fak­tor zu Wochen­be­ginn war der Anstieg der lang­fris­ti­gen US-Ren­di­ten. Hohe Ölprei­se, geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen im Nahen Osten, Sor­gen über die US-Fis­kal- und Schul­den­ent­wick­lung sowie Erwar­tun­gen wei­te­rer Fed-Straf­fun­gen drück­ten auf Anlei­hen und Akti­en. Die Ren­di­ten zehn- und drei­ßig­jäh­ri­ger Tre­asu­ries stie­gen zeit­wei­se auf Niveaus, die seit 2002 nicht mehr gese­hen wor­den waren. Vor allem Ban­ken, Immo­bi­li­en­wer­te und ande­re zins­sen­si­ti­ve Berei­che gerie­ten unter Druck. neu 4

Zur Wochen­mit­te sorg­ten die Kon­junk­tur­da­ten für ein gemisch­te­res Bild. Die PCE-Infla­ti­on fiel mit 0,3 % im Monats­ver­gleich und 3,4 % im Jah­res­ver­gleich etwas nied­ri­ger als erwar­tet aus, die Kern­ra­te lag bei 0,2 % bezie­hungs­wei­se 3,0 %. Gleich­zei­tig wur­de das annua­li­sier­te Wachs­tum des zwei­ten Quar­tals deut­lich auf 2,2 % nach oben revi­diert, und die rea­len Kon­sum­aus­ga­ben stie­gen kräf­tig. Die Wirt­schaft zeig­te damit wei­ter­hin robus­te Akti­vi­tät, wäh­rend sich der Infla­ti­ons­druck zumin­dest teil­wei­se abschwäch­te. neu 4

Am Don­ners­tag unter­strich der ISM Manu­fac­tu­ring Index von 54,5 die wei­ter­hin soli­de Indus­trie­kon­junk­tur. Gleich­zei­tig sprang die Preis­kom­po­nen­te auf 77,9, was die Sor­ge vor anhal­ten­dem Kos­ten­druck ver­stärk­te. Die Erst­an­trä­ge auf Arbeits­lo­sen­hil­fe blie­ben mit 197.000 sehr nied­rig. Die­se Kom­bi­na­ti­on aus robus­tem Wachs­tum und hohen Preis­in­di­ka­to­ren hielt den Druck auf den Anlei­he­markt zunächst auf­recht. neu 4 neu 4

Der wich­tigs­te Impuls kam am Frei­tag vom Arbeits­markt. Im Sep­tem­ber ent­stan­den nur 29.000 neue Stel­len gegen­über erwar­te­ten 90.000; zusätz­lich wur­den die bei­den Vor­mo­na­te zusam­men um 60.000 Stel­len nach unten revi­diert. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg auf 4,2 %, wäh­rend die Stun­den­löh­ne nur um 0,1 % zum Vor­mo­nat und 3,0 % zum Vor­jahr zunah­men. Damit ver­stärk­ten sich die Hin­wei­se auf eine Abküh­lung des Arbeits­mark­tes. Die Erwar­tun­gen an wei­te­re kurz­fris­ti­ge Zins­er­hö­hun­gen der Fed gin­gen zurück, was ins­be­son­de­re Tech­no­lo­gie- und Wachs­tums­ak­ti­en zum Wochen­schluss stütz­te. neu 4

Trotz der rela­ti­ven Sta­bi­li­tät der gro­ßen Indi­zes war die Markt­brei­te deut­lich schwach. An NYSE, Nasdaq und NYSE Arca über­wo­gen die Ver­lie­rer klar, und die Zahl neu­er Tiefs lag erheb­lich über der Zahl neu­er Hochs. Gleich­zei­tig hielt sich das Volu­men bei eini­gen gro­ßen Nasdaq-Titeln ver­gleichs­wei­se gut. Das spricht für einen Markt, der wei­ter­hin stark von weni­gen gro­ßen und volu­men­star­ken Tech­no­lo­gie­ak­ti­en getra­gen wur­de, wäh­rend der durch­schnitt­li­che Titel wesent­lich schwä­cher abschnitt.

Auch die Sek­tor­struk­tur bestä­tig­te die­ses Bild. Tech­no­lo­gie, Ener­gie und Uti­li­ties gehör­ten zu den weni­gen Berei­chen mit rela­ti­ver Stär­ke, wäh­rend Finan­cials, Health­ca­re, Con­su­mer Stap­les und Real Estate zurück­blie­ben. Beson­ders auf­fäl­lig war die anhal­ten­de Schwä­che der Ban­ken. Im Tech­no­lo­gie­sek­tor pro­fi­tier­ten vor allem Halb­lei­ter- und AI-nahe Titel. MAC Desk Weekly Recap

Gesamt­bild: Die Woche war geprägt von einem Span­nungs­feld aus hohen Lang­frist­zin­sen, geo­po­li­ti­schem Ölri­si­ko und wei­ter­hin robus­ter Kon­junk­tur auf der einen Sei­te sowie einem klar schwä­cher wer­den­den Arbeits­markt auf der ande­ren. Die gro­ßen Indi­zes hiel­ten sich ver­gleichs­wei­se sta­bil, doch die nega­ti­ve Markt­brei­te und die star­ke Abhän­gig­keit von weni­gen Tech-Schwer­ge­wich­ten zeig­ten eine deut­lich fra­gi­le­re Markt­struk­tur. Der Frei­tag brach­te Ent­las­tung bei den Zins­er­war­tun­gen, änder­te jedoch nichts dar­an, dass die Auf­wärts­be­we­gung wei­ter­hin nur begrenzt breit abge­stützt war.

Am Frei­tag:

  • Der S&P 500 stieg um 56,27 Punk­te bzw. 0,7 % auf 7.722,72.
  • Der Dow Jones Indus­tri­al Avera­ge stieg um 250,40 Punk­te bzw. 0,5 % auf 51.176,96.
  • Der Nasdaq Com­po­si­te stieg um 319,27 Punk­te bzw. 1,2 % auf 27.190,86.
  • Der Rus­sell-2000-Index klei­ne­rer Unter­neh­men stieg um 26,27 Punk­te bzw. 0,9 % auf 2.832,90.

Für die Woche:

  • Der S&P 500 ist um 20,69 Punk­te bzw. 0,3 % gefal­len.
  • Der Dow ist um 651,66 Punk­te oder 1,3 % gefal­len.
  • Der Nasdaq ist um 122,15 Punk­te bzw. 0,5 % gestie­gen.
  • Der Rus­sell 2000 ist um 4,66 Punk­te oder 0,2 % gefal­len.

Für das Jahr:

  • Der S&P 500 ist um 877,22 Punk­te bzw. 12,8 % gestie­gen.
  • Der Dow ist um 3.113,67 Punk­te bzw. 6,5 % gestie­gen.
  • Der Nasdaq ist um 3.948,87 Punk­te bzw. 17 % gestie­gen.
  • Der Rus­sell 2000 ist um 350,99 Punk­te bzw. 14,1 % gestie­gen.

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