Eine Studie des Institute for Family Studies (pro-Ehe-Thinktank) unter 2.000 Männern im Alter von 18–29 Jahren zeigt starke Zusammenhänge zwischen täglichem Aktienhandel und Gefühlen des Scheiterns:
- 25 % der jungen Männer handeln täglich mit Aktien.
- Davon fühlen sich 64 % wie Versager.
- Ähnliche Werte bei täglichem Glücksspiel (23 % der Befragten, davon 66 % mit Versagergefühlen).
- Auch täglicher Fantasy-Sport und Pornokonsum korrelieren stark mit Demoralisierung.
Männer, die diese Aktivitäten weniger als täglich betreiben, berichten nur etwa halb so häufig von solchen Gefühlen.
Weitere zentrale Ergebnisse:
- Insgesamt fühlen sich 42 % der Befragten (zumindest teilweise) als Versager – besonders stark bei Männern ohne College-Abschluss und solchen, die weder arbeiten noch studieren.
- 25 % fühlen sich ständig einsam, 30 % teilweise.
- 70 % glauben, Erfolg hänge eher von Beziehungen ab als von Leistung oder harter Arbeit – trotzdem haben 84 % ehrgeizige Zukunftspläne.
Kontext:
Der Artikel ordnet die Ergebnisse in die breitere Debatte über die Probleme junger Männer ein (Rückstände in Bildung und Beschäftigung, mentale Gesundheit, Glücksspiel). Gleichzeitig verschwimmt die Grenze zwischen Investieren und Glücksspiel (z. B. durch Plattformen wie Robinhood, die Event-Wetten anbieten). Viele Gen-Z-Investoren sehen riskante Finanzprodukte als Ausweg, weil klassische Erfolgsmarker wie Eigenheim unerreichbar wirken.
Die Forscher vermuten, dass Daytrading, Glücksspiel usw. sowohl Bewältigungsstrategien für Stress und Einsamkeit sind als auch diese Probleme verstärken.