Poli­ti­sche Stand­ort­fak­to­ren für aus­län­di­sche Inves­to­ren

Wahr­neh­mung poli­ti­scher Stand­ort­fak­to­ren durch aus­län­di­sche Inves­to­ren

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zur Wahr­neh­mung poli­ti­scher Stand­ort­fak­to­ren durch aus­län­di­sche Inves­to­ren.

Wich­tigs­te Aus­sa­gen:

  • Aus Sicht der Bun­des­re­gie­rung besteht wei­ter­hin ein hohes Inter­es­se am Inves­ti­ti­ons­stand­ort Deutsch­land. Inves­to­ren schät­zen ins­be­son­de­re poli­ti­sche Sta­bi­li­tät, ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und Pla­nungs­si­cher­heit.
  • Die am häu­figs­ten genann­ten Inves­ti­ti­ons­hemm­nis­se sind:
    • Büro­kra­tie und Regu­lie­rung
    • lan­ge Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren
    • hohe Ener­gie­kos­ten
    • hohe Arbeits­kos­ten
    • Fach­kräf­te­man­gel
  • Die Bun­des­re­gie­rung führt kei­ne Sta­tis­tik dar­über, wie oft ein­zel­ne Pro­blem­be­rei­che in Inves­to­ren­ge­sprä­chen ange­spro­chen wer­den. Die Bedeu­tung ein­zel­ner Fak­to­ren hängt von Bran­che und Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben ab.
  • Erkennt­nis­se über die Wahr­neh­mung Deutsch­lands gewinnt die Bun­des­re­gie­rung vor allem durch lau­fen­de Gesprä­che mit Inves­to­ren, die Aus­wer­tung von Stu­di­en und Ver­öf­fent­li­chun­gen sowie Infor­ma­tio­nen von Behör­den und Aus­lands­ver­tre­tun­gen.
  • Zu Behaup­tun­gen, Inves­to­ren wür­den stär­ker auf Ent­eig­nungs­de­bat­ten reagie­ren als auf Umfra­ge­wer­te bestimm­ter Par­tei­en, erklärt die Bun­des­re­gie­rung, dass ihr kei­ne belast­ba­ren Stu­di­en vor­lie­gen, die dies bele­gen. Ein­zel­ne Aus­sa­gen sei­en kei­ne Tat­sa­chen­be­wei­se.
  • Die Bun­des­re­gie­rung betont, Deutsch­land habe inter­na­tio­nal einen sehr guten Ruf als siche­rer und ver­läss­li­cher Inves­ti­ti­ons­stand­ort.
  • Debat­ten über die Ver­ge­sell­schaf­tung gro­ßer Woh­nungs­un­ter­neh­men könn­ten poten­zi­el­le Inves­to­ren ver­un­si­chern. Des­halb wer­de geprüft, wie pri­va­te Inves­ti­tio­nen im Woh­nungs­bau geschützt wer­den kön­nen.
  • Die Eigen­tums­ga­ran­tie des Grund­ge­set­zes und der Rechts­staat wer­den als grund­le­gen­de Vor­aus­set­zun­gen für pri­va­te und insti­tu­tio­nel­le Inves­ti­tio­nen her­vor­ge­ho­ben.
  • Die Bun­des­re­gie­rung sieht Deutsch­land trotz inter­na­tio­na­ler Kri­tik wei­ter­hin als attrak­ti­ven Stand­ort für aus­län­di­sche Direkt­in­ves­ti­tio­nen, arbei­tet aber an wei­te­ren Ver­bes­se­run­gen der Stand­ort­be­din­gun­gen.
  • Genann­te Maß­nah­men zur Stär­kung des Stand­orts umfas­sen unter ande­rem:
    • den Deutsch­land­fonds,
    • die WIN-Initia­ti­ve,
    • den Invest in Ger­ma­ny Sum­mit,
    • die Wei­ter­ent­wick­lung der Außen­wirt­schafts­för­de­rung.
  • Bei der akti­ven Inves­to­ren­an­wer­bung setzt die Bun­des­re­gie­rung der­zeit Schwer­punk­te auf:
    1. Ener­gie und Roh­stof­fe
    2. Mobi­li­tät
    3. Digi­ta­li­sie­rung und Zukunfts­tech­no­lo­gien
    4. Gesund­heits­wirt­schaft
    5. Elek­tro­nik, Auto­ma­ti­sie­rung sowie Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie.

Kern­aus­sa­ge des Doku­ments: Die Bun­des­re­gie­rung erkennt vor allem wirt­schaft­li­che Fak­to­ren wie Büro­kra­tie, Ener­gie­kos­ten und Fach­kräf­te­man­gel als zen­tra­le Inves­ti­ti­ons­hemm­nis­se an. Gleich­zei­tig betont sie die Stär­ke von Rechts­staat, Eigen­tums­schutz und poli­ti­scher Sta­bi­li­tät als wesent­li­che Stand­ort­vor­tei­le Deutsch­lands.


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