Saudi-Arabien unterstützt derzeit keine groß angelegte Ausweitung der US-Angriffe auf Iran und warnt vor regionalen Gegenreaktionen sowie einer weiteren Eskalation.
Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat vor umfangreichen neuen Angriffen auf Iran gewarnt. Er äußerte Sorge über die geplante Operation, verlangte Klarheit über das weitere Vorgehen und drängte auf Deeskalation. Das Weiße Haus und die saudische Botschaft kommentierten den Bericht nicht.
Nach Angaben von Axios erwägt Trump Angriffe auf iranische Energieziele als Reaktion auf einen iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien und die anhaltende Störung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Ein solcher Angriff könnte den seit fünf Monaten andauernden Konflikt erheblich eskalieren. Iran droht seinerseits mit Angriffen auf Energie- und Infrastrukturanlagen in Israel und den Golfstaaten.
Saudi-Arabien versucht parallel, über hochrangige Kontakte auf Washington einzuwirken. Auch Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Pakistan drängen auf Deeskalation. Katarische Vermittler führten Gespräche über eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus; dabei gab es laut Axios Fortschritte, allerdings ist offen, ob diese ausreichen, um die Krise zu entschärfen.