Schul­den von KfW-Stu­di­en­kre­dit­neh­men­den und BAföG-Dar­le­hens­neh­men­den

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke zu Schul­den von KfW-Stu­di­en­kre­dit­neh­men­den und BAföG-Dar­le­hens­neh­men­den. 

Wich­tigs­te Ergeb­nis­se:

  • Zum 15. Sep­tem­ber 2026 befan­den sich rund 19.705 Per­so­nen in der Aus­zah­lungs­pha­se, 18.395 in der Karenz­pha­se und 159.511 in der Rück­zah­lungs­pha­se eines KfW-Stu­di­en­kre­dits. In der Rück­zah­lungs­pha­se gab es 1.002 not­lei­den­de Dar­le­hen.
  • Die durch­schnitt­li­che Zins­be­las­tung für voll­stän­dig zurück­ge­zahl­te KfW-Stu­di­en­kre­di­te ist stark gestie­gen: von etwa 1.633 Euro (2017) auf 4.493 Euro (2026). 
  • Die durch­schnitt­li­chen Zins­sät­ze des KfW-Stu­di­en­kre­dits lagen zuletzt zwi­schen etwa 5,5 % und 7,8 %, je nach Anpas­sungs­zeit­punkt. 
  • Aktu­ell zah­len 29.937 Kre­dit­neh­men­de, also 15,1 % des Gesamt­port­fo­li­os, einen Zins­satz von über 7 %. 
  • In der Rück­zah­lungs­pha­se haben:
    • 22.843 Per­so­nen varia­ble Zin­sen von über 7 %,
    • 118.962 Per­so­nen varia­ble Zin­sen zwi­schen 5 % und 7 %. 
  • Die aus­ste­hen­den KfW-Stu­di­en­kre­di­te belau­fen sich auf meh­re­re Mil­li­ar­den Euro. Der größ­te Anteil ent­fällt auf Dar­le­hen in der Rück­zah­lungs­pha­se mit Zins­sät­zen zwi­schen 5 % und 7 % (Kapi­tal­sal­do rund 1,615 Mrd. Euro). 
  • Die KfW erklärt, mit dem Stu­di­en­kre­dit kei­ne Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht zu ver­fol­gen. Die Zins­ein­nah­men sol­len Kos­ten, Risi­ken und Ver­wal­tung decken. Der durch­schnitt­li­che Ergeb­nis­bei­trag habe zwi­schen 2011 und 2025 etwa 0,1 % des Kre­dit­port­fo­li­os pro Jahr betragen.Zur Zukunft des BAföG pro­gnos­ti­ziert die Bun­des­re­gie­rung:
    • Nach aktu­el­ler Rechts­la­ge wür­de die Zahl der Geför­der­ten bis 2030 von 276.000 auf 231.000 sin­ken.
    • Mit dem geplan­ten 30. BAföG-Ände­rungs­ge­setz wür­de sie statt­des­sen auf etwa 284.000 bis 286.000 stei­gen. 
  • Ent­spre­chend wür­den auch die BAföG-Aus­ga­ben höher aus­fal­len: Für 2030 wer­den mit Reform rund 2,208 Mrd. Euro statt 1,672 Mrd. Euro pro­gnos­ti­ziert. 

Kern­aus­sa­ge: Die Druck­sa­che zeigt eine hohe und gestie­ge­ne Belas­tung vie­ler KfW-Stu­di­en­kre­dit­neh­men­der durch Zin­sen sowie die Erwar­tung der Bun­des­re­gie­rung, dass eine geplan­te BAföG-Reform deut­lich mehr Stu­die­ren­de för­dern wür­de.


Quel­le:  [Druck­sa­che 21/8183]

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