Bau­maß­nah­men am Schloss Bel­le­vue und den zuge­hö­ri­gen Lie­gen­schaf­ten

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zu den Bau­maß­nah­men am Schloss Bel­le­vue und den dazu­ge­hö­ri­gen Lie­gen­schaf­ten.

Wich­tigs­te Punk­te:

  • Umfang des Pro­jekts: Schloss Bel­le­vue, das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de des Bun­des­prä­si­di­al­amts, die Haupt­wa­che sowie Außen­an­la­gen und Infra­struk­tur wer­den umfas­send saniert bzw. erneu­ert. Zie­le sind die Besei­ti­gung tech­ni­scher und bau­li­cher Män­gel, mehr Sicher­heit, Brand­schutz, Bar­rie­re­frei­heit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz. 
  • Kos­ten: Die ver­öf­fent­lich­ten Bau- und Pla­nungs­kos­ten lie­gen bei 601 Mio. Euro. Hin­zu kom­men eine Risi­ko­re­ser­ve von 188 Mio. Euro und 71 Mio. Euro für erwar­te­te Bau­preis­stei­ge­run­gen. Das Pro­jekt­kos­ten­ziel beträgt damit rund 860 Mio. Euro. 
  • Zeit­plan: Die Pla­nun­gen lau­fen seit 2020. Die vor­be­rei­ten­den Bau­maß­nah­men began­nen am 10. August 2026 und lagen damit vier Mona­te spä­ter als ursprüng­lich vor­ge­se­hen. Für die Gesamt­maß­nah­me ist ein Durch­füh­rungs­zeit­raum von rund acht Jah­ren vor­ge­se­hen.
  • Aus­weich­quar­tier: Wäh­rend der Bau­zeit nutzt das Bun­des­prä­si­di­al­amt ein Gebäu­de in der Eli­sa­beth-Abe­gg-Stra­ße. Die Bun­des­re­gie­rung betont, dass die­ses Gebäu­de nicht Teil der eigent­li­chen Bau­maß­nah­me von Schloss Bel­le­vue ist und spä­ter dau­er­haft ande­ren Bun­des­be­hör­den zur Ver­fü­gung ste­hen soll.
  • Ener­ge­ti­sche Moder­ni­sie­rung: Nach Abschluss der Sanie­rung soll die Lie­gen­schaft nahe­zu kli­ma­neu­tral betrie­ben wer­den kön­nen. Geplant sind ins­be­son­de­re Geo­ther­mie für Wär­me und Käl­te sowie Pho­to­vol­ta­ik zur Eigen­strom­ver­sor­gung. 
  • Risi­ken: Als beson­de­re Risi­ken nennt die Bun­des­re­gie­rung u. a. schwie­ri­ge Bau­grund­ver­hält­nis­se, Denk­mal­schutz­be­lan­ge, archäo­lo­gi­sche Fun­de, mög­li­che Kampf­mit­tel sowie bis­lang nicht voll­stän­dig unter­such­te Berei­che der his­to­ri­schen Bau­sub­stanz. 
  • Stand der Bau­ar­bei­ten: Zum Zeit­punkt der Ant­wort fan­den vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men statt. Abge­schlos­se­ne Teil­maß­nah­men gab es noch nicht. Die Bun­des­re­gie­rung erklär­te, das Pro­jekt lie­ge im geplan­ten Zeit- und Kos­ten­rah­men. 
  • Aus­weich­quar­tier und Kos­ten: Die Bau­kos­ten für das Aus­weich­ge­bäu­de wur­den mit etwa 205 Mio. Euro ange­setzt. Die anfäng­li­che Jah­res­mie­te für das Bun­des­prä­si­di­al­amt wird mit rund 16,8 Mio. Euro ange­ge­ben. 

Kurz gesagt: Die Bun­des­re­gie­rung ver­tei­digt die umfas­sen­de Sanie­rung von Schloss Bel­le­vue als not­wen­dig für lang­fris­ti­ge Nutz­bar­keit, Sicher­heit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz, wäh­rend die Anfra­ge ins­be­son­de­re die hohen Kos­ten und die Wirt­schaft­lich­keit des Pro­jekts hin­ter­fragt.


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