Wir­kung und Kos­ten des Tan­kra­batts

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke zur Wir­kung und den Kos­ten des Tan­kra­batts. 

Wich­tigs­te Punk­te:

  • Der Tan­kra­batt senk­te die Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel zeit­wei­se um rund 14 Cent je Liter, was ein­schließ­lich Umsatz­steu­er einer Ent­las­tung von etwa 17 Cent pro Liter ent­sprach.
  • Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist dar­auf, dass ver­schie­de­ne Unter­su­chun­gen (u. a. durch Bun­des­kar­tell­amt, Mono­pol­kom­mis­si­on und ifo-Insti­tut) zu dem Ergeb­nis kom­men, dass die Steu­er­sen­kung weit­ge­hend an Ver­brau­cher wei­ter­ge­ge­ben wur­de. 
  • Gleich­zei­tig räumt sie ein, dass der genaue Umfang der Wei­ter­ga­be nur durch Modell­rech­nun­gen geschätzt wer­den kann und kei­ne exak­te Berech­nung mög­lich ist. 
  • Zu einer Ver­tei­lung der Ent­las­tung nach Ein­kom­mens­grup­pen oder zwi­schen Haus­hal­ten und Unter­neh­men lie­gen der Bun­des­re­gie­rung kei­ne ent­spre­chen­den Erkennt­nis­se vor.
  • Die Bun­des­re­gie­rung erklärt, dass die Groß­han­dels- und Kraft­stoff­prei­se im Jahr 2026 nicht allein vom Roh­öl­preis abhin­gen. Hohe Raf­fi­ne­rie­mar­gen sei­en ins­be­son­de­re durch ein­ge­schränk­te Raf­fi­ne­rie­ka­pa­zi­tä­ten und gerin­ge­re Expor­te ver­ur­sacht wor­den. 
  • Für die Zeit nach dem Aus­lau­fen des Tan­kra­batts sieht die Bun­des­re­gie­rung kei­ne ein­deu­ti­gen Hin­wei­se auf über­mä­ßi­ge Preis­er­hö­hun­gen durch Tank­stel­len­be­trei­ber. 
  • Das Bun­des­kar­tell­amt unter­sucht den Kraft­stoff­markt unab­hän­gig; die Bun­des­re­gie­rung ver­weist auf gesetz­li­che Ände­run­gen, die dem Amt die Durch­set­zung von Maß­nah­men erleich­tern sol­len. 
  • Ange­sichts hoher Kraft­stoff­prei­se kün­digt die Bun­des­re­gie­rung wei­te­re Ent­las­tun­gen an:
    • erneu­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Kraft­stof­fe bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter,
    • Gesprä­che mit der Mine­ral­öl­wirt­schaft,
    • Ein­füh­rung eines zeit­lich begrenz­ten Sprit­preis­de­ckels nach Vor­bil­dern ande­rer EU-Staa­ten spä­tes­tens zum 1. Janu­ar 2027,
    • Vor­be­rei­tung eines ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Direkt­aus­zah­lungs­me­cha­nis­mus.
  • Zur For­de­rung nach einer Über­ge­winn­steu­er für Mine­ral­öl­un­ter­neh­men erklärt die Bun­des­re­gie­rung, dass durch den Tan­kra­batt kei­ne „Zusatz­mar­gen“ sub­ven­tio­niert wor­den sei­en. Gleich­zei­tig begrüßt sie Dis­kus­sio­nen auf EU-Ebe­ne über Maß­nah­men gegen­über der Mine­ral­öl­wirt­schaft.

Kurz­fa­zit: Die Bun­des­re­gie­rung ver­tei­digt den Tan­kra­batt weit­ge­hend, sieht des­sen Wei­ter­ga­be an die Ver­brau­cher über­wie­gend als erfolgt an und ver­weist bei Kri­tik an Gewin­nen der Mine­ral­öl­bran­che auf lau­fen­de kar­tell­recht­li­che Prü­fun­gen. Zugleich plant sie wei­te­re Maß­nah­men zur Ent­las­tung bei hohen Kraft­stoff­prei­sen. 


Quel­le: [Druck­sa­che 21/8180]

Wie hilf­reich war die­ser Bei­trag?

Kli­cke auf die Ster­ne um zu bewer­ten!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Es tut uns leid, dass der Bei­trag für dich nicht hilf­reich war!

Las­se uns die­sen Bei­trag ver­bes­sern!

Wie kön­nen wir die­sen Bei­trag ver­bes­sern?

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater