Öffent­lich­keits­ar­beit der Bun­des­re­gie­rung

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke zur Öffent­lich­keits­ar­beit der Bun­des­re­gie­rung, ins­be­son­de­re zu Kos­ten, Social Media, Influen­cer-Koope­ra­tio­nen und beauf­trag­ten Agen­tu­ren.

Wich­tigs­te Punk­te

  • Die Bun­des­re­gie­rung betont, dass ihre Öffent­lich­keits­ar­beit der ver­fas­sungs­recht­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflicht gegen­über Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dient und kei­ne poli­ti­sche Wer­bung sei. Sie nutzt dafür sowohl klas­si­sche Medi­en als auch sozia­le Netz­wer­ke.
  • Für den Zeit­raum vom 25. März 2025 bis 31. Dezem­ber 2025 wer­den Aus­ga­ben für Öffent­lich­keits­ar­beit ver­schie­de­ner Res­sorts genannt. Zu den höchs­ten aus­ge­wie­se­nen Beträ­gen gehö­ren:
    • Pres­se- und Infor­ma­ti­ons­amt der Bun­des­re­gie­rung (BPA): rund 2,28 Mio. Euro
    • Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr (BMV): rund 2,17 Mio. Euro
    • Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWE): rund 1,65 Mio. Euro
    • Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung (BMDS): rund 1,27 Mio. Euro. 
  • Die detail­lier­te Auf­schlüs­se­lung nach Medi­en­gat­tun­gen (Print, Online, Hör­funk, Außen­wer­bung usw.) befin­det sich über­wie­gend in den Anla­gen. Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on spielt dabei eine beson­ders gro­ße Rol­le. 
  • Zu Social-Media-Aus­ga­ben erklärt die Bun­des­re­gie­rung, dass eine platt­form­spe­zi­fi­sche Zuord­nung oft nur ein­ge­schränkt mög­lich sei. Die Details sind in einer Anla­ge auf­ge­führt. 
  • Bei Influen­cer-Koope­ra­tio­nen ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf bestehen­de Ant­wor­ten und Anla­gen. Genann­te Bei­spie­le:
    • Kam­pa­gne „i‑Kfz / Digi­ta­ler Fahr­zeug­schein“ des BMV mit Sieg­fried & Joy für 59.500 Euro.
    • Meh­re­re Influen­cer-Kam­pa­gnen des BMZ mit Kos­ten von über 44.000 Euro bzw. rund 4.900 Euro.
  • Die Bun­des­re­gie­rung erklärt, dass Influen­cer-Aus­wahl und Ver­ga­ben nach den übli­chen ver­ga­be­recht­li­chen Regeln erfol­gen. Kri­te­ri­en wie Reich­wei­te und Ziel­grup­pen­an­spra­che spie­len bei der Media­pla­nung eine Rol­le. 
  • Eini­ge Dienst­rei­sen von Minis­te­ri­en wur­den von Influen­cern beglei­tet. Genannt wird unter ande­rem David Matei bei Rei­sen nach Finn­land und in die Ukrai­ne. 
  • Für zahl­rei­che Kam­pa­gnen wer­den Auf­trag­neh­mer und Kos­ten genannt, etwa:
    • Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kam­pa­gne des BMWE (ca. 612.000 Euro),
    • Video­kam­pa­gne Ehren­amt des Bun­des­kanz­ler­amts (ca. 424.000 Euro),
    • Begleit­kam­pa­gne „Das kann Deutsch­land“ des BPA (ca. 461.000 Euro).
  • Zur Erfolgs­kon­trol­le erklärt die Bun­des­re­gie­rung, dass Öffent­lich­keits­maß­nah­men fort­lau­fend eva­lu­iert wer­den. Die Ergeb­nis­se sei­en jedoch grund­sätz­lich für den inter­nen Gebrauch bestimmt und wür­den nicht ver­öf­fent­licht. Außer­dem exis­tie­re kei­ne Sta­tis­tik dar­über, wel­cher Anteil aller Maß­nah­men eva­lu­iert wird. 

Ins­ge­samt dreht sich die Druck­sa­che vor allem um die Kos­ten, Ver­ga­be­pra­xis und Trans­pa­renz der Öffent­lich­keits­ar­beit der Bun­des­re­gie­rung, ein­schließ­lich Social Media, Influen­cern und Agen­tur­leis­tun­gen. 


Quel­le: [Druck­sa­che 21/8184]

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