Deutsch­land ver­brach­te Sach- und Kul­tur­gü­ter – Umfang, Ver­blei­bund Rück­füh­rung

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg als Kriegs­beu­te oder Repa­ra­ti­ons­leis­tung aus Deutsch­land ver­brach­te Sach- und Kul­tur­gü­ter sowie Paten­te – Umfang, Ver­bleib und Rück­füh­rung

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zum Ver­bleib von nach dem Zwei­ten Welt­krieg aus Deutsch­land ver­brach­ten Sach­gü­tern, Kul­tur­gü­tern und Paten­ten.

Wich­tigs­te Aus­sa­gen:

  • Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den sowohl Sach­gü­ter (z. B. durch Demon­ta­gen und Repa­ra­tio­nen) als auch Kul­tur­gü­ter aus Deutsch­land in ande­re Staa­ten ver­bracht.
  • Die Bun­des­re­gie­rung unter­schei­det aus­drück­lich zwi­schen:
    • Repa­ra­ti­ons­leis­tun­gen und wirt­schaft­li­chen Ent­nah­men von Sach­gü­tern,
    • sowie kriegs­be­dingt ver­brach­ten Kul­tur­gü­tern.
  • Vie­le Kul­tur­gü­ter wur­den ins­be­son­de­re durch sowje­ti­sche „Tro­phä­en­bri­ga­den“ beschlag­nahmt und in die Sowjet­uni­on gebracht. Ein erheb­li­cher Teil wur­de spä­ter, vor allem 1958 und 1959, an die DDR zurück­ge­ge­ben.
  • Eine voll­stän­di­ge Erfas­sung aller ver­brach­ten Sach- und Kul­tur­gü­ter exis­tiert laut Bun­des­re­gie­rung nicht. Auf­grund von Kriegs­zer­stö­run­gen, Ver­la­ge­run­gen und unvoll­stän­di­ger Doku­men­ta­ti­on sei eine sol­che Über­sicht nicht mög­lich.
  • Die Bun­des­re­gie­rung ver­fügt nicht über voll­stän­di­ge Daten dazu,
    • wel­che Güter in wel­chen Län­dern ver­blie­ben sind,
    • wel­che zurück­ge­führt wur­den,
    • oder bei wel­chen der heu­ti­ge Ver­bleib unge­klärt ist.
  • Für Sach­gü­ter, die im Rah­men alli­ier­ter Repa­ra­ti­ons­re­ge­lun­gen über­tra­gen wur­den, hat die Bun­des­re­gie­rung kei­ne Rück­füh­rung ver­langt. Gesprä­che über deren Rück­ga­be fin­den laut Ant­wort nicht statt.
  • Auch zu deut­schen Paten­ten, die nach dem Krieg beschlag­nahmt oder zur Nut­zung frei­ge­ge­ben wur­den, liegt der Bun­des­re­gie­rung kei­ne voll­stän­di­ge nach Staa­ten und ein­zel­nen Paten­ten auf­ge­schlüs­sel­te Erfas­sung vor.

Kern­fa­zit: Die Bun­des­re­gie­rung bestä­tigt, dass umfang­rei­che deut­sche Kul­tur­gü­ter, Sach­gü­ter und Paten­te nach dem Krieg ins Aus­land gelang­ten. Gleich­zei­tig erklärt sie, dass kei­ne voll­stän­di­ge Bestands­auf­nah­me exis­tiert und vie­le Detail­fra­gen zu Umfang, Ver­bleib und Rück­füh­run­gen nicht abschlie­ßend beant­wor­tet wer­den kön­nen.


Quel­le: [Druck­sa­che 21/8273]

Wie hilf­reich war die­ser Bei­trag?

Kli­cke auf die Ster­ne um zu bewer­ten!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Es tut uns leid, dass der Bei­trag für dich nicht hilf­reich war!

Las­se uns die­sen Bei­trag ver­bes­sern!

Wie kön­nen wir die­sen Bei­trag ver­bes­sern?

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater