Anstieg der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen von pri­va­tem Wohn­ei­gen­tum

Zunah­me von Zwangs­ver­stei­ge­run­gen bei pri­va­tem Wohn­ei­gen­tum

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD-Frak­ti­on zum The­ma zuneh­men­de Zwangs­ver­stei­ge­run­gen von pri­va­tem Wohn­ei­gen­tum.

Wich­tigs­te Punk­te:

  • Die Anfra­ge bezieht sich auf einen Anstieg der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen von Immo­bi­li­en. Laut den Fra­ge­stel­lern gab es im ers­ten Halb­jahr 2026 rund 8,4 % mehr Fäl­le als im Vor­jah­res­zeit­raum; etwa 70 % davon betra­fen Wohn­im­mo­bi­li­en.
  • Die Bun­des­re­gie­rung erklärt, dass ihr kei­ne zusätz­li­chen Erkennt­nis­se über öffent­lich ver­füg­ba­re Infor­ma­tio­nen hin­aus vor­lie­gen.
  • Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt erfasst Zwangs­ver­stei­ge­run­gen im jähr­li­chen Bericht der Zivil­ge­rich­te. Dem im August 2026 ver­öf­fent­lich­ten Bericht zufol­ge ist die Zahl der Ver­fah­ren seit 2022 jähr­lich um etwa 2.000 bis 3.000 Fäl­le gestie­gen.
  • Die amt­li­che Sta­tis­tik ent­hält jedoch kei­ne Details dazu,
    • wel­che Objekt­ar­ten betrof­fen sind (z. B. Ein­fa­mi­li­en­häu­ser oder Eigen­tums­woh­nun­gen),
    • wel­che Ver­kehrs­wer­te die Objek­te haben,
    • wie vie­le Ver­stei­ge­run­gen tat­säch­lich zum Zuschlag füh­ren,
    • oder wel­che Ursa­chen hin­ter den Ver­fah­ren ste­hen.
  • Ins­be­son­de­re wird nicht zwi­schen wirt­schaft­lich beding­ten Zwangs­ver­stei­ge­run­gen (z. B. Zah­lungs­un­fä­hig­keit) und soge­nann­ten Tei­lungs­ver­stei­ge­run­gen nach Tren­nung von Eigen­tü­mern unter­schie­den.
  • Zum mög­li­chen Schutz von Wohn­ei­gen­tü­mern ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf bereits beschlos­se­ne Ent­las­tungs­maß­nah­men, dar­un­ter nied­ri­ge­re Strom­kos­ten, steu­er­li­che Ent­las­tun­gen, höhe­re Pend­ler­pau­scha­len, eine befris­te­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Kraft­stof­fe sowie För­der­pro­gram­me wie „Wohn­ei­gen­tum für Fami­li­en“ und „Jung kauft Alt“.
  • Gleich­zei­tig betont die Bun­des­re­gie­rung, dass Immo­bi­li­en­kre­di­te grund­sätz­lich finan­zi­el­le Risi­ken ber­gen. Risi­ken aus stei­gen­den Zin­sen bei Anschluss­fi­nan­zie­run­gen oder aus per­sön­li­chen Kri­sen wie Arbeits­lo­sig­keit, Krank­heit oder Tren­nung lägen letzt­lich beim Kre­dit­neh­mer.

Kurz­fa­zit: Die Bun­des­re­gie­rung bestä­tigt einen Anstieg der Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren, sieht aber kei­ne aus­rei­chen­den Daten, um spe­zi­ell die Betrof­fen­heit selbst­ge­nutz­ter Wohn­im­mo­bi­li­en oder deren Ursa­chen zu bewer­ten. Statt neu­er Schutz­maß­nah­men ver­weist sie vor allem auf bestehen­de Ent­las­tungs- und För­der­pro­gram­me.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater